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Buddhismus in Russland

Burjatien - Sibirien

Buddhismus 

(tibetischer Lamaismus):

Der Lamaismus ist eine Form des Buddhismus, deren Philosophie sich um den Kult von Dämonen- und Zauberglauben dreht. Hierbei handelt es ich um die in Tibet und der Mongolei vorherrschende Form des Buddhismus. Dieser wiederum beruht auf der Grundlage des Mahajana-Buddhismus. 

Buddhismus in Russland - Burjatien - Sibirien

Der Mahajana-Buddhismus verspricht allen Menschen Erleuchtung und Erlösung. Er kennt nicht nur die eigene Erlösung sowie das Erreichen des Nirvanas, sondern auch das Sichaufopfern für andere. Dabei tritt die Verehrung von barmherzigen Bodhisattvas in den Mittelpunkt. Bodhistattvas sind Mönche, die bereits auf der höchsten Stufe, unmittelbar vor der Buddhawerdung stehen. Doch gehen sie, zugunsten der leidenden Menschen, nicht ins Nirvana ein. Sie verbleiben unter Bedürftigen auf der Erde. Sie wollen den Bedürftigen helfen, ihr leidvolles Leben gut zu überstehen, damit diese im nächsten Leben eine gute Widergeburt haben.

Um das Jahr 632 soll der Lamaismus in Tibet eingeführt worden sein. Damals verschmolz der indische Buddhismus mit der, in Tibet verbreiteten Geister verehrenden Bon-Lehre. Im 8. Jahrhundert entrissen die Priester, die nach ihrer Kopfbedeckung „Rotmützen“ genannt werden, der ehemaligen Königin Tibets die Macht.

Der Reformer Zongkobo (1357 – 1419) setzte der Verweltlichung der Religion ein Ende. Er setzte bei seinen Gläubigen, den „Gelbmützen“, die Ehelosigkeit durch und gründete die Gelbe-Kirche. Die „Rotmützen“ wurden aus allen Ämtern entfernt. Maßgebend für die Erbfolge ist in diesem Priesterstaat der Glaube, dass der oberste Priester, der Dalai-Lama, irdische Erscheinungsformen von Buddhas und Bodhisattvas aufweisen und dass das Überirdische in ihnen beim Tod in ein neugeborenes Kind übergeht.

Im 16. Jahrhundert kam der tibetische Lamaismus in die Mongolei. Die „Gelbmützen“ bekehrten die Mongolen und verdrängten die bis dahin vorherrschenden Naturreligionen gewaltsam, Schamanen wurden verfolgt und hingerichtet, obgleich einige Elemente ihrer Lehren, z.Bsp. in die Zukunft vorherzusagen,  in den Lamaismus aufgenommen wurden.

 

Ein knappes Jahrhundert später hatte der Lamaismus Burjatien erreicht. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde seine Verbreitung, durch 150 geflohene mongolische und tibetische Lamas, beschleunigt. Die russische Regierung duldete ihre Anwesenheit, so wurde 1764 zum ersten Mal das Amt des Pandido-Hambo-Lamas, oberster Lama Russlands, vergeben. Begünstigt wurde die Verbreitung außerdem durch die 1741 veranlasste Abgabepflichtbefreiung der Lamas. Diese Maßnahme hatte einen unheimlichen Zulauf des Lamaismus zur Folge. 1774 gab es bereits 617 Lamas in den schnell errichteten Klöstern, Dazane. Bereits im 19. Jahrhundert hatte sich ihre Zahl verdreifacht. 1831 zählte man 4600 Lamas im Vergleich zu 150000 Burjaten. Bedingt durch die burjatisch-russischen Ehen spitzte sich dieses Verhältnis bis 1923 zu, da sich deren Kinder oft als Russen eintragen ließen. Es kam zu einer Lage, ähnlich wie der Mongolei im 16. Jahrhundert, als der Schamanismus vertrieben wurde. Die Schamanen zogen sich an den nord-westlichen Baikal zurück, dort konnte der Buddhismus, wie das Christentum auch, bis weit ins 20. Jahrhundert nicht wurzeln. Andererseits, da der Lamaismus besonders an der Zukunftsvorhersage der Schamanen interessiert war, nahmen sie bereitwillige Schamanen in ihre Reihen auf. Es entstand ein Doppelglaube, der heute noch im Bargusin-Tal zu finden ist.

Umstritten ist heute inzwischen, dass die Mönche neben der Verbreitung ihrer Religion, auch die Kunst, den Buchdruck und die Wissenschaft an den östlichen Baikal brachten und förderten. Diese drei genannten wichtigen Impulse für diese Region ist bewiesenermaßen von den Dekabristen, den Verbannten aus der Zarenzeit, vorrangetrieben wurden. Ein Verdienst lässt sich nicht abstreiten, die Einführung und die gezielte, stückweise, bis zu einem ganz bestimmten Niveau, der Tibetischen Medizin. Auch heute werden noch nicht alle Kenntnisse dieser Wissenschaft preisgegeben. Dies liegt im Sinn einer jeden Religion, ein gewisses Maß an Wissen zurückzuhalten.

 

  Reiseführer

Lamakloster Iwolginsk

Lama Kloster Iwolginsk - Burjatien - Russland - Reiseführer - DVD - touristische Informationen

Lamakloster Iwolginsk

Das Lama-Kloster Iwolginsk ist sicher eines der interessantesten, wenn nicht gar das Interessanteste, Kloster des Buddhismus. Dieses hat gleich zwei Besonderheiten, welche es in keinem anderen buddhistischen Kloster der Welt gibt: Einen Leichnam eines Lamas, der seit 1927 keine Spur einer Verwesung zeigt und Mönche, die verheiratet sind und Kinder haben.

Das Kloster, deren Mönche, besonders die Verheirateten, sehr zugängig sind, zeigt ein interessantes Stück Geschichte, Leben des Lamaismus und der Lehren der Tibetischen Medizin.

 

detaillierte Reiseinformationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buddhismus in Russland - Burjatien - Sibirien

Buddhismus in Russland - Burjatien - Sibirien

 

Der sicher berühmteste burjatische Vertreter des Lamaismus ist Lama Agwan Dorschijew (1854 – 1937). Er genoss seine Ausbildung in Tibet und war einer der Schüler des 13. Dalai-Lama. Somit konnte er eine diplomatische Laufbahn einschlagen. Er setzte sich, erst in der Mongolei, dann in Petersburg für eine politische Annäherung Russlands an Tibet ein. Er war es auch, der bei Zar Nicolai II. eine Genehmigung für den Bau eines Tempels in Sankt Petersburg erwirkte. (Sie wurde 1990 wiedereröffnet.) Auf der anderen Seite, nach 1925, verwirklichte er seine Vorstellungen von einem reformierten Buddhismus. Dazu setzte er sich intensiv mit dem Marxismus-Leninismus auseinander, wo er einige Schwierigkeiten erkannte. Diese versuchte er mit der Kommunen-Idee in den Klöstern Burjatiens zu begegnen. Den sich zuspitzenden politischen Gegebenheiten zur Zeit der Großen Schauprozesse zwischen 1936 und 1939 konnte er nicht begegnen. So starb er 1937 im Gefängniskrankenhaus in Ulan-Udé.

Ein anderer wurde nicht wegen seiner Bedeutung für die Menschen, sondern wegen seines Leichnams berühmt, der Daschi-Dorscho Etigelow. Er hatte bis 1917 die Position des Pandido-Chambo-Lamas inne. 2002 kam das Kloster Iwolginsk in die Schlagzeilen der Presse. Als der Lama 1927 starb, wurde er beerdigt und zeigt bis heute keine Spuren von Verwesung. Zu seinen Ehren wird ein neuer Tempel errichtet, in welchem er von den Gläubigen bald angebetet werden darf.

 

Lama: Lehrer, spiritueller Meister und Helfer, der den Gläubigen viele Pflichten abnimmt, gar an ihrer Stelle ausübt.

Dalai-Lama: höchster Priester im Lamaismus.

Hambo-Lama: höchster Lama Russlands

 

Tibetische Medizin:

Die tibetische Medizin fand ebenso der Religion im 17. Jahrhundert ihre Verbreitung in Burjatien. Sie wurde und wird heute wieder nach den Prinzipien der alten Wissenschaft an deren Klöstern unterrichtet. Die Mönche lernen durch ihre Lehre aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Grundstoffen Rezepturen herzustellen. Krankheiten werden durch die sogenannte Pulsdiagnostik festgestellt.

Um das Jahr 1900 kam eines der drei, heute noch erhaltenen, Exemplare des „Atlas der tibetischen Medizin“ nach Burjatien. Der Lama Agwan Dorschijew (siehe oben) brachte ihn von einer seiner Reisen aus Tibet mit. Er wird seit 1936 im Heimatmuseum Ulan-Udé ausgestellt. Das 76 Seiten starke Werk ist eine Kopie des Originals aus dem 17. Jahrhundert, welches sich in Lhasa (Tibet) befindet. Da der Zugriff auf derartige Werke der tibetischen Medizin nur von wenigen Mönchen möglich ist, stammen die meisten Erkenntnisse über diese Naturmedizin aus diesem Atlas. Zu sowjetischen Zeiten konnte jeder, der ein berechtigtes Interesse nachweisen konnte, in die Dokumente Einsicht nehmen. Heute zweifeln viele Gläubige und hochrangige Mönche deren Echtheit an, obgleich sie doch mehrfach bewiesen ist.

Die philosophische Grundlage dieser Medizin ist der Buddhismus. Der Mensch hebt sich aus seiner natürlichen Umwelt hervor. In seiner Wahrnehmung entstehen die Begriffe „mein“ und „ich“, welche über den drei Giften des menschlichen Geistes, Hass, Ignoranz und Gier, stehen. Aus diesen drei Giften des Geistes entstehen die des Körpers, Galla (Tipa - Körperwärme), Schleim (Bedgen – Flüssigkeit) und Wind (Lung – Bewegung). Der Körper des Menschen wird durch die fünf Elementarenergien; Erde, Wasser, Luft, Feuer und Raum gebildet. Diese sind für die Vitalität des Geistes und eines gesunden Körpers verantwortlich.

Das wichtigste Ziel der tibetischen Medizin ist somit die Wiederherstellung des Gleichgewichtes und der Harmonie der Körperprinzipien.

 

  Reisereportagen

 

 

Die murmelnden Mönche - Zu Besuch im russischen Lamakloster Ivolginsk - Burjatien - Russland

Die murmelnden Mönche

Zu Besuch im russischen Lamakloster Ivolginsk

Burjatien - Knapp 40 Kilometer westlich von Ulan-Ude, an den Ausläufern des Chamar-Daban-Gebirges erhebt sich das zentrale Heiligtum des Buddhismus in Russland: das Lamakloster Iwolginsk. Der Buddhismus ist in Russland eine vergleichsweise junge Erscheinung, in der Baikalregion hat er fast gleichzeitig mit dem Christentum Einzug gehalten, vor etwa 250 Jahren.

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  Copyright © 2011  Jan Balster Alle Rechte vorbehalten. (Bildjournalist, Reisejournalist, Autor und Globetrotter)

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