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Auch Spielzeug aus den 20ern ist zu sehen

Lebendige Geschichte zum 3. Schleinitzer Schlossfest

»Schleinitz (jb). Rund um Schloss Schleinitz haben die Vorbereitungen für das 3.Schleinitzer Schlossfest begonnen, das vom 4. bis 7. September stattfindet. 

 

"Hier sollen die Vielfalt des Brauchtums speziell alter Handwerke und Gewerbe in funktionstüchtigen Schauwerkstätten nachgestellt werden", erklärt Hartmut Oefner, Mitarbeiter des Fördervereins "Schloss Schleinitz e. V."

 

Deshalb wird das jahrhundertealte Rittergut , dessen Aufbau vom Staatlichen Amt für Ländliche Neugestaltung Kamenz unterstützt wird, von 34 ABM Kräften rekonstruiert. In den hinteren Räumen richtet Schmied Gerhard Röder aus Eulitz die alte Schlossschmiede, mir Feuerschweiße. Amboss und Blasebalg ein. Der durch eine Transmission betriebene Schmiedehammer ist bereits voll einsatzfähig. Während des Festes sollen hier einfache Schmiedearbeiten vorgeführt werden, so das Herstellen von Hufeisen mit anschließendem Beschlagen der Pferde.

 

Sobald der Treppenaufgang saniert ist, soll das Obergeschoss des Hinterhauses als Ausstellungsraum genutzt werden. Hier werden alte Meister- und Geschäftsbriefe, Urkunden, Gesellenstücke sowie Werkzeuge zu besichtigen sein, die aus den Schmiedewerkstätten der umliegenden Orte zusammengetragen wurden. 

 

Im ehemaligen Pferdestall des Rittergutes wird eine Ausstellung mit Mangeln, Waschbrettern und -trögen aus Omas Zeiten untergebracht werden. Wobei in den darbüberliegenden Stockwerken bereits eine Schuhmacherei und und Sattlerei eingerichtet ist. Hier werden Handwerksmeister aus den umliegenden Ortschaften ihr Können zeigen.

 

Auch im alten Getreidespeicher des Schlosses wird noch geräumt, damit zu Fest historische Gegenstände des täglichen Hausgebrauches ausgestellt werden können. Dazu wurden aus den 15000 verschiedenen Ausstellungsstücken die am besten erhaltenen herausgesucht und rekonstruiert. Auch Spielzeug aus den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts wird im Museum "Ländliches Brauchtum" zu sehen sein. 

 

Auf dem Schlosshof werden zu den Festtagen alte Dresch- und Wurfmaschinen ausgestellt und vorgeführt. Außerdem wird Bäckermeister Peter Wentzlaff Brot und Pflaumenkuchen nach sächsischer Art backen und die Arbeitsabläufe seines Handwerks nachstellen. 

 

"Wir möchten den Besuchern die Arbeit der einzelnen Zünfte näher bringen sowie alte Traditionen der Handwerker wieder neu beleben", sagt Hartmut Oefner gegenüber SZ, "Später können die einzelnen Einrichtungen auch für einen lebendigen Heimatkundeunterricht von Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen genutzt werden."«

 

Bildunterschrift:

»Auch das gehört dazu: Altes Material - wie in diesem Falle Sandsteinquader - werden wieder für die Rekonstruktion der Gebäude des Schlosskomplexes von Schleinitz verwendet.«

 

Veröffentlicht in der "Sächsischen Zeitung" am 25.August 1997.

 

Bericht in der "Sächsischen Zeitung" Meißen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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