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Russland - Reiseführer

Baikalsee von A-Z

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln um den Baikalsee (Teil 1)

Baikal – geheimnisvoll und unbekannt. Er, das heilige Meer der Russen, der älteste See und zugleich das größte Süßwasserreservoir der Erde ist der Traum eines jeden Sibirienreisenden. Mit der Transsibirischen Eisenbahn am Südufer des Baikals entlang, über die Baikal-Amur-Magistrale zu seinem nördlichsten Zipfel und mit dem Schiff auf ihm unterwegs, erreichen wir auch kleinere Ortschaften entlang der alten Baikalbahn, die Insel Olchon oder die Halbinsel „Heilige Nase“ nahe der Ortschaft Ust-Bargusin.
Diese     Reiseinformation     gibt     die     wichtigsten     Tipps, ausgewählte      Ausflugsziele      und      Unterkünfte      sowie öffentliche    Verkehrsverbindungen    zwischen    den    leicht erreichbaren   Orten   an   den   Ufern   des   Baikalsees,   der   seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Viele   Legenden   werden   über   den   See   der   Superlative   im Osten   Sibiriens   erzählt.   Nun,   er   ist   der   wasserreichste Binnensee   der   Welt.   Er   ist   636   km   lang   und   im   Mittel   circa 48   km   breit.   Mit   einer   Tiefe   von   1637   Metern   ist   er   auch der    tiefste    See    der    Erde.    Beeindruckend    ist    seine Schönheit,    wunderbar    sein    klares    Wasser    und    beinah einzigartig    seine    Tierwelt.    In    seinen    Tiefen    birgt    er Tierarten   wie   die   Baikalrobbe,   den   Omul   und   Golomjanka, welche   es   sonst   nirgends   auf   der   Welt   gibt.   Und   in   den   nahe   gelegenen   Wäldern   leben   noch heute Bären, Wölfe und Luchse. Der   von   336   Flüssen   gespeiste   See   entstand   vor   circa   20   Millionen   Jahren   aus   einem schmalen   Grabenbruch   zweier   tektonischer   Platten.   Rein   statistisch   gesehen   könnte   der Baikal   die   Angara,   den   einzigen   Abfluss   des   Sees,   noch   400   Jahre   speisen,   sollten   alle Zuflüsse     eines     Tages     versiegen.     Andererseits:     Würde     man     alle     Flüsse     der     Erde zusammenschließen   und   in   den   Baikal   leiten,   so   bräuchten   sie   ein   gutes   Jahr,   um   ihn   wieder zu füllen. Klima:   Die   Baikalregion   liegt   mitten   auf   dem   asiatischen   Kontinent, folglich   ist   das   Klima   kontinental   geprägt.   Das   bedeutet   niedrige Luftfeuchtigkeit   und   geringe   Niederschlagsmengen.   Es   regnet   nicht nur    selten,    sondern    es    gibt    auch,    entgegen    den    verbreiteten Meinung,   wenig   Schnee,   nur   etwa   40   cm   im   Jahr.   Dies   gilt   nicht   für die   Westhänge,   hier   fallen   durchschnittlich   90   cm   Schnee.   Ebenfalls typisch        für        kontinentales        Klima        sind        die        großen Temperaturschwankungen.   So   können   im   Winter   bis   -40°C   und   im Sommer    bis    30°C    erreicht    werden.    Hingegen    die    Winter,    bei entsprechender   Kleidung,   leicht   zu   ertragen   sind,   sollte   der   Reisende die    plötzliche    Hitze    in    den    Sommermonaten    nicht    unterschätzen. Zwischen   Anfang   Februar   und   Ende   April   ist   die   Eisdecke   vollständig geschlossen,   so   dass   sie   auch   mit   einem   Fahrzeug   benutzt   werden kann.   Dazu   werden   viele   Strecken   geprüft   und   mit   kleinen   Bäumchen   markiert.   Als   beste Reisezeit für den Europäer ergeben sich deshalb die Monate zwischen Juli und September. Uhrzeit: Irkutsk: MEZ + 7h Wichtige und leicht zu erreichende Orte am Baikalsee:

Die südliche Baikal-Region

Irkutsk:    Irkutsk    ist    die    Hauptstadt Ostsibiriens    und    wohl    der    wichtigste Anlaufpunkt   eines   jeden   Touristen.   Mit knapp   650.000   Einwohnern   gilt   sie   als die   bevölkerungsreichste   Stadt   um   den Baikalsee.   Ihr   Ursprung   geht   auf   einen Kosakentrupp      zurück.      Auf      einem kleinen    Hügel    wurde    1661    eine    Holzfestung    errichtet.    Somit    siedelten    immer    mehr Menschen,   in   der   Hoffnung   auf   baldigen   Reichtum,   in   deren   Nähe   -   unter   ihnen   viele,   die   für immer    nach    Sibirien    verbannt    wurden.    Diese    Menschen,    maßgeblich    die    Dekabristen, prägten   deshalb   das   Bild   dieser   verhältnismäßig   jungen   Stadt.   So   wurde   die   Stadt   bald Umschlagplatz    für    sibirische    Pelze,    Seide    und    chinesische    Tees.    Aus    diesem    Grund, begünstigt   durch   die   Nähe   zur   Mongolei   und   zu   China,   bekam   Irkutsk   den   Beinamen: „Fenster zum Osten.“ weitere Informationen zu Irkutsk  (russ.) Bahn:   Irkutsk   liegt   am   Kilometer   5191   der   Transsibirischen   Eisenbahn.   Der   Bahnhof   befindet sich   an   der   linken,   der   westlichen,   Seite   der   Angara.   Von   hier   aus   fährt   täglich   ein   Zug   nach Bratsk    zum    Anschluss    an    die    Baikal-Amur-Magistrale    (BAM).    Die    Elektritschka    verkehrt stündlich   zwischen   8   und   22   Uhr   zwischen   Irkutsk   und   Sludjanka   am   südlichen   Ufer   des Baikals gelegen. Fahrplanauskunft: Tel. 43 17 17. Bus:   Oktjabrskaja   Revoluzija   11.   Der   Busbahnhof   befindet   sich   am   Ende   der   Timirjasewa Uliza,   nahe   des   Dekabristen-Museums.   Anfahrt   mit   der   Straßenbahn   Linie   4.   Von   hier   aus verkehren   morgens,   gegen   8   Uhr,   Busse   nach   Bratsk   und   Ust-Ordynskij   sowie   zur   Insel Olchon.    4mal    täglich    fährt    ein    Bus    nach    Listwjanka,    deren    Endstation    sich    direkt    am Baikalsee   befindet.   Fahrplanauskunft:   Tel.   27   24   11.   Vor   dem   Busbahnhof   suchen   auch Sammeltaxibesitzer   ihre   Kunden,   der   Preis   ist   doppelt   so   hoch   wie   der   eines   Linienbusses, dafür   sind   diese   Taxis   schneller   und   bequemer.   Hinweis:   alle   Fernlinienbusse   fahren   erst   ab, wenn   sie   ausreichend   besetzt   sind.   Fahrkarten   können   nur   am   Schalter   im   Busbahnhof erstanden   werden.   Öffnungszeiten   7   –   18   Uhr   täglich,   außer   sonntags.   Wer   den   ersten   Bus nach   Listwjanka   erreichen   möchte,   sollte   sich   bereits   ca.   6.30   Uhr   vor   einem   der   beiden Gittertüren zum Verkaufsschalter einfinden. Nach   Ulan-Bator   ( Mongolei )    über   Ulan-Udé:   Bus   Nr.   364,   Abfahrt   täglich   20.10   Uhr, Fahrtzeit   9   Stunden.   Von   Ulan-Udé:   Bus   Nr.   363,   Abfahrt   vom   Busbahnhof   täglich   23.50   Uhr, Ankunft in Irkutsk 8.30 Uhr. Schiff:   Anlegestelle   östlich   des   Staudammes   im   Stadtteil   Solnetschny:   zu   erreichen   vom Bahnhof   mit   dem   Bus   Nr.   16   zur   Haltestelle   Pristan   Raketa,   vom   Kirowplatz   Bus   Nr.   5   zur Endhaltestelle,   von   dort   500   m   zu   Fuß.   Alle   Fahrzeiten   müssen   vorher   erfragt   werden. Beschaffung    der    Fahrkarten    über    das    Touristikbüro    im    Hotel    Baikal    oder    an    den Verkaufsstellen   (täglich   10   bis   19   Uhr   geöffnet)   der   Anlegestellen.   Die   Billets   sind   in   jedem Fall einen Tag im Voraus zu kaufen. Richtung    Baikalsee:    Das    Tragflächenboot    „Raketa“    verbindet    die    Orte    Port    Baikal, Listwjanka,    Bolschoije    Koty    und    die    Sandbucht    miteinander,    3mal    täglich.    Das größere   Boot   „Kometa“   steuert   die   Orte   Sewerobaikalsk   und   Nischneangarsk   an.   Angesteuert   wird   nicht   MRS   und   die   Insel   Olchon.   Manchmal   kann   mit   dem   Kapitän gegen    Bares    verhandelt    werden.    Das    Boot    legt    dann    selbst    nicht    an,    die Aussteigewilligen   müssen   auf   einen   Kutter   umsteigen,   der   sie   zur   Insel   oder   MRS bringt.   (Es   wird   der   volle   Fahrpreis   fällig   plus   der   für   den   Kutter!)   Letzterer   verkehrt zwischen   15.   Juni   und   15.   September.   2mal   wöchentlich,   Dienstag   und   Freitag, Fahrtzeit 12 Stunden, einfache Fahrt 1000 Rubel. Anlegestelle   „Retschnoi   Woksal“   am   rechten   Angaraufer   hinter   der   Angara-Brücke, Boulevard   Gagarina:   zu   erreichen   mit   den   Straßenbahnlinien   Nr.   1   und   2   Haltestelle Tschkalowa.    Fahrtzeiten    für    Schiff    erfragen,    Fahrkarten    (täglich    10    bis    18    Uhr geöffnet) in Voraus kaufen. Richtung   Bratsk:   3   x   pro   Woche   über   Angarsk   (Einfache   Fahrt   800   Rubel).   Nach Angarsk fährt täglich ein kleineres Boot. Informationen: Ostsibirische Schiffahrtsgesellschaft Straßenbahn:   Vom   Bahnhof   erreicht   man   das   Zentrum,   Linie   1   und   2,   nach   drei   bzw. vier   Haltestellen.   Die   Fahrscheine   können   in   der   Bahn   beim   Kontrolleur   erworben werden. (einfache Fahrt: 5 Rubel) Unterkünfte:   Wohnheim   des   Gewerkschafts-Fortbildungs-Zentrums,   uliza   Baikalskaja 263, Einzelzimmer 300 Rubel, Doppelzimmer 450 Rubel.  Hotel     Rus,     uliza     Swerdlowa     19,     im     Zentrum,     Einzelzimmer     1600     Rubel, Doppelzimmer 2900 Rubel beides mit Frühstück. Hotel   Baikal,   früher   Irkutsk   ehemals   Intourist,   uliza   Gagarina   44,   im   Zentrum, Doppelzimmer   2650   Rubel,   Einzelzimmer   1600   Rubel,   beides   mit   Frühstück,   sehr freundlich. Hotel   Arena,   uliza   Scheljabowa   8   A,   Einzelzimmer   800   Rubel,   4-Bett-Zimmer   950 Rubel, Doppelzimmer 1200 Rubel. Hotel   Delta,   uliza   Karla   Liebknechta   58,   Doppelzimmer   mit   Frühstück   3000   Rubel, gehobene Klasse, ruhige Lage. Listwjanka:   Listwjanka   ist   der   von   Reisenden   meist   besuchte   Ort   am   Baikalsee.   Nicht nur,   weil   er   am   leichtesten   und   bequemsten   erreichbar   ist,   vielmehr   weil   er   sich   für   einen Tagesausflug   von   Irkutsk   aus   bestens   eignet.   Der   ursprünglich   von   Fischern   und   Seefahrern errichtete   Ort   hat   in   den   letzten   fünf   Jahren   einen   Aufschwung   zum   Tourismus   erlebt.   Es   gibt reichlich    ausgeschilderte    Wanderrouten,    was    um    den    Baikal    noch    sehr    selten    ist,    ein Dutzend   zu   Fuß   erreichbare   Aussichtspunkte   und   das   Baikalmuseum.   Von   hier   aus   kann   der Besucher    bequem    eine    Rundfahrt    auf    dem    Baikalsee    starten    oder    nach    Port    Baikal übersetzen, um von dort aus über die Baikalbahn den See zu erkunden. Bus:   aus   Irkutsk   vom   Busbahnhof,   täglich   9,   14.30,   16.30,   19   Uhr,   im   Sommer,   circa   Juli   bis August,   fährt   der   Bus   auch   um   7   Uhr.   Listwjanka   hat   zwei   Haltestellen:   Baikalmuseum   am Ortseingang   (hier   befindet   sich   auch   die   Anlegestelle   für   die   Fährschiffe   nach   Port   Baikal) und   Endstation   Hafen.   Nach   Irkutsk   vom   Hafen:   täglich   7,   11,   16.45,   18   Uhr.   (Fahrtzeit 1.30h,   einfache   Fahrt   25   Rubel)   Mit   dem   Linientaxi,   welche   ebenfalls   vom   Busbahnhof   in Irkutsk   abfahren,   geht   es   schneller   und   bequemer,   allerdings   ist   der   Preis   doppelt   so   hoch. Sollte   der   Reisende   doch   den   letzten   Bus   verpasst   haben,   so   hat   Listwjanka   auch   einen Taxistand an der Endstation: Tel. 67 10 69. Schiff:   Das   Tragflächenboot   „Raketa“   verkehrt   täglich   von   Mai   bis   September   zwischen Listwjanka   und   Irkutsk.   Die   Fahrt   dauert   etwa   1.30   h   und   kostet   um   die   100   Rubel,   je nachdem   wie   die   Nachfrage   ist.   Die   Rückfahrt   sollte   gleich   mit   gebucht   werden,   da   das   Schiff meist   schon   voll   ist,   wenn   es   von   Listwjanka   nach   Irkutsk   zurück   fährt.   Einen   Fahrplan   gibt es nicht, die Abfahrt, frühestens 9 Uhr, erfährt man beim Kauf der Karte. Zwischen   Port   Baikal   und   Listwjanka   gibt   es   eine   ganzjährige   Autofährverbindung:   8.15, 16.15, 18.15 Uhr, Abfahrt Port Baikal: 7.10, 15.50, 17.15 Uhr. Unterkunft:    Baikal-Hotel:    (ehemals    Intourist)    uliza    Akademitscheskaja    13,    nahe    des Baikalmuseums, EZ/DZ ab 1100 Rubel pro Nacht, Mittelklasse. Sludjanka:   Sludjanka   ist   eine   verhältnismäßig   junge   Gründung   am   Ufer   des   Sees.   Als   man im   zu   Beginn   des   19.   Jahrhunderts   in   den   Glimmerstollen   den   Weißen   Marmor   entdeckte, wurden   hier   die   ersten   Holzhäuser   gebaut.   Im   20.   Jahrhundert   kam   ein   zweiter   und   heute wichtigster   Arbeitgeber   in   die   Stadt,   die   Bahn.   Aufgrund   der   reichlichen   Marmorvorkommen wurde der Bahnhof 1903 komplett aus Marmorblöcken errichtet. Sludjanka   ist   ebenso   wie   Listwjanka   für   einen   Tagesausflug   von   Irkutsk   aus   erreichbar.   Vier Kilometer   vom   Bahnhof   entfernt   in   Richtung   Kultuk   befindet   sich   eine   kleine   Halbinsel   mit einem    Sandstand,    der    zum    Baden    einlädt.    Ebenfalls    an    dieser    Halbinsel    liegt    ein Schamanencamp, das zum beliebten Ausflugsziel geworden ist. weitere Informationen zu Sludjanka Bahn:      Sludjanka   befindet   sich   am   Kilometer   5317   der   Transsibirischen   Eisenbahn.   (siehe Irkutsk)   Mit   der   Elektritschnaja   (Vorortszug)   von   Irkutsk:   9.19,   10.12,   17.37   Uhr,   nach Irkutsk:   10.48,   20.35,   22.59   Uhr.   Die   Fahrtzeit   beträgt   3,5h.   In   15   Jahren   hat   sich   der Fahrplan lediglich um drei Minuten verschoben. Einfache Fahrt: 80 Rubel. Bus:   Linienbusse   verkehren   zwischen   Kultuk   (Zugang   zur   Baikalbahn)   und   Baikalsk,   Abfahrt vom Busbahnhof uliza Lenina. Unterkunft:   Herberge   des   Mineralienmuseums,   uliza   Sljudjankaja   36,   DZ   150   Rubel   pro Nacht und Person, Mehrbettzimmer 250 Rubel pro Nacht und Person.

Baikalbahn

1899    erreichte   die   Transsibirische   Eisenbahn   über   Irkutsk,   an den   Ufern   der   Angara   entlang,   den   Westen   des   Baikalsees.   Im Jahre   1900   war   man   am   Abfluss   der   Angara   angelangt.   So blieb   das   einzige   Nadelöhr   zum   Anschluss   der   Eisenbahn   an die   Ostroute   von   Wladivostok   der   Baikalsee.   Bis   1904   behalf man    sich    damit,    die    Waggons    mit    den    beiden    Schiffen „Angara“   und   „Baikal“   der   englischen   Schifffahrtsgesellschaft „Armstrong“    über    den    See    zu    transportieren.    Im    Winter wurden   Schienen   über   den   Baikal   gelegt   und   die   Wagons   mit Pferden    über    den    Baikal    gezogen.    Bereits    1898    hatte    Zar Nikolai   II.   den   Befehl   zum   Bau   einer   Umgehungslinie   gegeben. Der russisch-japanische Krieg verschleppte dieses Vorhaben. Zwischen   1900   und   1904   wurde   eine   eingleisige   Strecke   zwischen   Port   Baikal   und   Sludjanka errichtet.   Auch   mit   der   Fertigstellung   des   zweiten   Schienenstranges   zwischen   1911   und   1915 blieb   dieser   Abschnitt   eine   Schwachstelle   der   Transsibirischen   Eisenbahn .   Der   teuerste Abschnitt   der   gesamten   Transsib,   nur   87   Kilometer   lang,   wurde   von   Zugunglücken   und Steinschlägen    heimgesucht.    Wer    den    heutigen    Streckenabschnitt    zwischen    Irkutsk    und Sludjanka   über   das   Olcha-Plateau   kennt,   wird   sich   fragen,   warum   dieser   nicht   von   Anfang   an gebaut   wurde.   Tatsächlich   wurde   diese   Strecke   von   den   damaligen   Konstrukteuren   und Ingenieuren   in   Erwägung   gezogen,   doch   scheiterte   dieses   Unternehmen   an   den   zu   großen Steigungen    am    Olcha-Plateau,    denen    die    damaligen    Dampflokomotiven    noch    nicht gewachsen waren. Reisen   mit   und   an   der   alten   Baikalbahn:    Einheimische benutzen   für   alle   Streckenabschnitte   kaum   Ortsnamen,   sie sprechen    in    Kilometerangaben,    die    der    Entfernung    von Irkutsk    entsprechen.    Die    Gesamtlänge    der    Baikalbahn entspricht   159   Kilometer,   der   erste   Streckenabschnitt   von Irkutsk    bis    Port    Baikal    (Kilometer    72)    ist    im    Zuge    der Anstauung   der   Angara   größtenteils   unter   Wasser   geraten, somit    ist    heute    lediglich    der    zweite    bis    Kultuk,    vier Kilometer nördlich von Sludjanka gelegen, benutzbar. Diese   Strecke   lässt   sich   zu   Fuß,   per   Schiff   (weniger   reizvoll, da    man    selten    an    Land    gehen    kann)    oder    mit    der Baikalbahn erkunden: Kilometer 72 und 74: Port Baikal Bahnhof, Port Baikal Fähre Kilometer 76: zwei farbige, abstrakt-moderne Felsmalereien Kilometer   79:   Turbasa   Serebrjany   Kljutsch   (Silberquelle),   Touristenübernachtung   mit   zwei bis   drei   Bettzimmern   für   13   Personen,   mit   russischer   Banja   und   Bootsfahrten.   Früher   war   es das Haus des Weichenstellers. Kilometer   80:   Turbasa   Retro.   Die   Siedlung   Listwentschnij   starb   in   den   60er   Jahren   des   20. Jahrhunderts   beinahe   aus.   Seit   1996   gibt   es   hier   eine   Unterkunft   mit   Drei-   und   Vierbett- Zimmern. (Tel.: 25 25 13) Kilometer   88:   Kap   der   Zwangsarbeit.   Einst   Unterkünfte   der   chinesischen   und   russischen Zwangsarbeiter,   welche   wegen   ihrer   Teilnahme   am   Streik   auf   den   Lena-Goldfeldern   verurteilt und hierher verbannt wurden. Die am Ufer stehende Ruine war ein Kraftwerk. Kilometer    90:    Kap    Tolstyj,    der    markanteste    Landvorsprung    auf    der    gesamten    Strecke. Botanisches   Freiluftmuseum   und   Anlegestelle   für   Vergnügungsdampfer,   die   von   Listwjanka kommen. Kilometer 92: Osinovskaja – Eisenbahnunterführung. Kilometer    97    -    98:    Ulanowo,    Turbasa    Chwoinaja,    Touristenunterkunft    für    22    Gäste    im ehemaligen   Bahnhof.   Ursprünglich   sollte   hier   ein   Eisenbahnmuseum   entstehen,   wovon   die zwei   Dampfloks,   die   eigens   für   diesen   Zweck   hier   abgestellt   wurden,   zeugen.   Beide   Loks stammen   aus   den   USA,   eine   Franklin-Lok   und   eine   Güterlok   der   L-Serie,   Beide   kamen   als Unterstützung im II. Weltkrieg hierher. Kilometer 99: Birkenschlucht, Tunnelunterführung Kilometer 101: nach dem Tunnel Nr. 11 folgt ein Badestrand Kilometer 102: Schumicha, Touristenunterkunft für 18 Gäste. Kilometer   105:   weiße   Senke.   Neben   dem   Gleis   befindet   sich   eine   seltene   Kombination   aus weißem Marmor und Mineralien. Kilometer 106: Iwanowka Kilometer 107: Ponomarjowka Kilometer   108   bis   110:   Zwischen   den   beiden   Tunneln   befinden   sich   die   beiden   längsten Brücken (64 Meter) der Baikalbahn über den Fluss Polovinnaja. Kilometer 119: Maritui (Bahnhof), größte Siedlung der alten Strecke. Kilometer 120: Maritui Ort Kilometer 121: Landzunge Kirkirje mit drei Kaps. Kilometer 126: riesiger Granitblock Kilometer 129: Baklan Kilometer 130: zwei Brücken über den Fluss Sabartuj. Es folgen drei Tunnel. Kilometer    132:    Drei    Tunnel.    Beliebter    Nistplatz    von    Silbermöwen.    Brutzeit    von    Mai    bis August. Kilometer   137:   Bahnhof   Scharyschalgai.   Hier   befindet   sich   das   Zentrale   Erholungsheim   für die Mitarbeiter der Ostsibirischen Eisenbahn. Keine Übernachtungsmöglichkeit für Touristen. Kilometer 140: Zwei Steinviadukte über den Fluss Bolsaja Krutaja Guba. Kilometer 142: Tunnel Nr. 35 (Mitteltunnel) Aussichtsplattform Kilometer   148   -   149:   Fluss   Angasolka,   Stützbucht,   alte   Mauern   noch   zu   sehen.   Diese   Bucht ist   besonders   beliebt   für   Tagestouristen   aus   Irkutsk.   Zu   erreichen   mit   der   Elektritschnaja über den Bahnhof Kultuk. (Tageswanderung von Kultuk circa sechs Stunden hin und zurück) Kilometer   157   und   159:   Kultuk   Bahnhof,   Kultuk   Ort,   Ausflugs-   und   Badeort   mit   weißem Sandstrand.   Kultuk   ist   wahrscheinlich   der   älteste   Ort   am   Baikalsee.   Er   wurde   1647   von einem    Kosakentrupp    gegründet.    Vorwiegend    dient    er    heute    als    Verkehrsknotenpunkt zwischen Bahn, Fernstraße und den Schiffen. Im   Ort   gibt   es   ein   kleines   Lebensmittelgeschäft   und   zwei   Herbergen,   die   von   Bergsteigern über   die   Sommermonate   geführt   werden.   Die   Unterkunft   muss   in   Irkutsk   gebucht   werden: uliza Gagarina 40, Büro 310, Fax: 34 32 74. Zug-   und   Schifffahrt:    Im   Sommer,   zwischen   Mai   und   September,   gibt   es   zwei   Züge   von Irkutsk   nach   Port   Baikal.   Abfahrt   Irkutsk   Bahnhof:   Mittwoch   8.00   Uhr   und   Samstag   8.00   Uhr. Dieser    Zug    hält    nicht    an    jedem    Haltepunkt    wie    die    Elektritschnaja,    sondern    macht stattdessen   längere   Pausen,   beispielsweise   für   einen   Spaziergang.   Ankunft   in   Port   Baikal: gegen    20.00    Uhr.    Die    Ankunftszeit    kann    sich    erheblich    verschieben,    z.B.    wegen    eines Steinschlages,    verschütteter    Tunnel,    umgestürzter    Bäume,    doch    hauptsächlich    wegen Wartens    auf    noch    nicht    zurückgekehrte    Fahrgäste    (Touristen).    In    Port    Baikal    ist    eine Übernachtung    notwendig,    da    keine    Fähre    mehr    nach    Listwjanka    übersetzt    und    die Baikalbahn    nur    Donnerstag    und    Sonntag    12.00    Uhr    zurück    nach Irkutsk,   Ankunft    gegen   23.00   Uhr,   fährt.   Tipp:   Wer   nur   bis   Port   Baikal und   nicht   zurück   bucht,   sollte,   sofern   er   mit   dem   Schiff   nach   Irkutsk reisen   möchte,   die   Schiffsfahrkarte   gleich   mit   der   Zugfahrkarte   buchen, da   das   Schiff   immer   überfüllt   ist.   Andere   Rückfahrten   nach   Irkutsk: siehe Listwjanka. Unterkünfte:   Port   Baikal:   Baikal,   uliza   Baikalskaja   11,   eine   Art   Bed   & Breakfast,   WC,   Dusche,   Banja,   mit   Frühstück   500   Rubel   pro   Nacht. Tel.: (3952) 398460. Für   alle   anderen,   welche   zu   Fuß   mit   Zelt   unterwegs   sind:   Pensionen   der Ostsibirischen   Eisenbahn,   Schumicha   (Kilometer   102),   Chwoinaja   (98), Serebrjany   Kljutsch   (79)   können   im   Büro   der   Tourismusabteilung   in Irkutsk,   uliza   Borzow   Rewoljuzi   2,   Büro   2   gebucht   werden.   Ein   Zelt zwischen   Kilometer   102   und   156   ist   unbedingt   notwendig,   wenigstens für eine Nacht.
Die Westküste des Baikal liegt an einer kargen Steilküste mit einem steinigen Ufer, womit sie wenige touristische Höhepunkte bietet. Einer davon ist die alte Baikalbahn, ein Stück Geschichte, nicht nur für Eisenbahnfreunde sondern auch ein Paradies für Naturliebhaber.
Teil 1: südlicher Baikal, Baikalbahn Teil 2: westlicher und nördlicher Baikal, Insel Olchon Teil 3: östlicher Baikal, Anreise

Russland - Transsibirische

Eisenbahn

ein Dia-, Ton- Vortrag (DVD Video) von Jan Balster ab 4,99 Euro zur DVD / Download  
DVD Russland Transsibirische Eisenbahn Transsib Russland - Fähre auf dem Baikal, Insel Olchon, Schiff, Meer Russland - Fähre zwischen Listwjanka und Port Baikal, Baikalsee, Angara, Sibirien Russland - kleiner Überlandbus (Marschrutka) Russland - Bahnhof von Irkutzk, Transsibirische Eisenbahn Russland - Elektritschnaja (Vorortszug) - Transsibirische Eisenbahn, Transsib, Zug, Lok Russland - Transsibirische Eisenbahn, Zug, Lok, Transsib, Sibirien, Asien
"Russland - entlang der Transsibirischen Eisenbahn (Transsib)" Wandkalender zum Kalender
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Russland - Reiseführer

Baikalsee von A-Z

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln um den Baikalsee (Teil 1)

Baikal – geheimnisvoll und unbekannt. Er, das heilige Meer der Russen, der älteste See und zugleich das größte Süßwasserreservoir der Erde ist der Traum eines jeden Sibirienreisenden. Mit der Transsibirischen Eisenbahn am Südufer des Baikals entlang, über die Baikal-Amur-Magistrale zu seinem nördlichsten Zipfel und mit dem Schiff auf ihm unterwegs, erreichen wir auch kleinere Ortschaften entlang der alten Baikalbahn, die Insel Olchon oder die Halbinsel „Heilige Nase“ nahe der Ortschaft Ust-Bargusin.
Diese        Reiseinformation gibt   die   wichtigsten   Tipps, ausgewählte    Ausflugsziele und      Unterkünfte      sowie ö    f    f    e    n    t    l    i    c    h    e        zwischen        den        leicht erreichbaren   Orten   an   den Ufern   des   Baikalsees,   der seit    1996    zum    UNESCO- Weltkulturerbe zählt. Viele     Legenden     werden über        den        See        der Superlative     im     Osten     Sibiriens     erzählt.     Nun,     er     ist     der wasserreichste   Binnensee   der   Welt.   Er   ist   636   km   lang   und   im Mittel   circa   48   km   breit.   Mit   einer   Tiefe   von   1637   Metern   ist   er   auch der    tiefste    See    der    Erde.    Beeindruckend    ist    seine    Schönheit, wunderbar    sein    klares    Wasser    und    beinah    einzigartig    seine Tierwelt.   In   seinen   Tiefen   birgt   er   Tierarten   wie   die   Baikalrobbe, den   Omul   und   Golomjanka,   welche   es   sonst   nirgends   auf   der   Welt gibt.   Und   in   den   nahe   gelegenen   Wäldern   leben   noch   heute   Bären, Wölfe und Luchse. Der   von   336   Flüssen   gespeiste   See   entstand   vor   circa   20   Millionen Jahren    aus    einem    schmalen    Grabenbruch    zweier    tektonischer Platten.   Rein   statistisch   gesehen   könnte   der   Baikal   die   Angara, den   einzigen   Abfluss   des   Sees,   noch   400   Jahre   speisen,   sollten   alle Zuflüsse    eines    Tages    versiegen.    Andererseits:    Würde    man    alle Flüsse   der   Erde   zusammenschließen   und   in   den   Baikal   leiten,   so bräuchten sie ein gutes Jahr, um ihn wieder zu füllen. Klima:    Die    Baikalregion    liegt    mitten auf   dem   asiatischen   Kontinent,   folglich ist   das   Klima   kontinental   geprägt.   Das bedeutet   niedrige   Luftfeuchtigkeit   und geringe      Niederschlagsmengen.      Es regnet    nicht    nur    selten,    sondern    es gibt   auch,   entgegen   den   verbreiteten Meinung,   wenig   Schnee,   nur   etwa   40 cm    im    Jahr.    Dies    gilt    nicht    für    die Westhänge,   hier   fallen   durchschnittlich 90   cm   Schnee.   Ebenfalls   typisch   für kontinentales    Klima    sind    die    großen Temperaturschwankungen.    So    können im   Winter   bis   -40°C   und   im   Sommer   bis   30°C   erreicht   werden. Hingegen    die    Winter,    bei    entsprechender    Kleidung,    leicht    zu ertragen    sind,    sollte    der    Reisende    die    plötzliche    Hitze    in    den Sommermonaten    nicht    unterschätzen.    Zwischen    Anfang    Februar und   Ende   April   ist   die   Eisdecke   vollständig   geschlossen,   so   dass   sie auch   mit   einem   Fahrzeug   benutzt   werden   kann.   Dazu   werden   viele Strecken   geprüft   und   mit   kleinen   Bäumchen   markiert.   Als   beste Reisezeit    für    den    Europäer    ergeben    sich    deshalb    die    Monate zwischen Juli und September. Uhrzeit: Irkutsk: MEZ + 7h Wichtige und leicht zu erreichende Orte am Baikalsee:

Die südliche Baikal-Region

Irkutsk:    Irkutsk    ist    die    Hauptstadt    Ostsibiriens    und    wohl    der wichtigste   Anlaufpunkt   eines   jeden   Touristen.   Mit   knapp   650.000 Einwohnern    gilt    sie    als    die    bevölkerungsreichste    Stadt    um    den Baikalsee.   Ihr   Ursprung   geht   auf   einen   Kosakentrupp   zurück.   Auf einem   kleinen   Hügel   wurde   1661   eine   Holzfestung   errichtet.   Somit siedelten   immer   mehr   Menschen,   in   der   Hoffnung   auf   baldigen Reichtum,   in   deren   Nähe   -   unter   ihnen   viele,   die   für   immer   nach Sibirien     verbannt     wurden.     Diese     Menschen,     maßgeblich     die Dekabristen,    prägten    deshalb    das    Bild    dieser    verhältnismäßig jungen   Stadt.   So   wurde   die   Stadt   bald   Umschlagplatz   für   sibirische Pelze,   Seide   und   chinesische   Tees.   Aus   diesem   Grund,   begünstigt durch   die   Nähe   zur   Mongolei   und   zu   China,   bekam   Irkutsk   den Beinamen: „Fenster zum Osten.“ weitere Informationen zu Irkutsk  (russ.) Bahn:    Irkutsk    liegt    am    Kilometer    5191    der    Transsibirischen Eisenbahn.   Der   Bahnhof   befindet   sich   an   der   linken,   der   westlichen, Seite   der   Angara.   Von   hier   aus   fährt   täglich   ein   Zug   nach   Bratsk zum     Anschluss     an     die     Baikal-Amur-Magistrale     (BAM).     Die Elektritschka   verkehrt   stündlich   zwischen   8   und   22   Uhr   zwischen Irkutsk    und    Sludjanka    am    südlichen    Ufer    des    Baikals    gelegen. Fahrplanauskunft: Tel. 43 17 17. Bus:   Oktjabrskaja   Revoluzija   11.   Der   Busbahnhof   befindet   sich   am Ende    der    Timirjasewa    Uliza,    nahe    des    Dekabristen-Museums. Anfahrt    mit    der    Straßenbahn    Linie    4.    Von    hier    aus    verkehren morgens,   gegen   8   Uhr,   Busse   nach   Bratsk   und   Ust-Ordynskij   sowie zur   Insel   Olchon.   4mal   täglich   fährt   ein   Bus   nach   Listwjanka,   deren Endstation   sich   direkt   am   Baikalsee   befindet.   Fahrplanauskunft: Tel.      27      24      11.      Vor      dem      Busbahnhof      suchen      auch Sammeltaxibesitzer   ihre   Kunden,   der   Preis   ist   doppelt   so   hoch   wie der    eines    Linienbusses,    dafür    sind    diese    Taxis    schneller    und bequemer.   Hinweis:   alle   Fernlinienbusse   fahren   erst   ab,   wenn   sie ausreichend   besetzt   sind.   Fahrkarten   können   nur   am   Schalter   im Busbahnhof   erstanden   werden.   Öffnungszeiten   7   –   18   Uhr   täglich, außer   sonntags.   Wer   den   ersten   Bus   nach   Listwjanka   erreichen möchte,   sollte   sich   bereits   ca.   6.30   Uhr   vor   einem   der   beiden Gittertüren zum Verkaufsschalter einfinden. Nach   Ulan-Bator   ( Mongolei )    über   Ulan-Udé:   Bus   Nr.   364,   Abfahrt täglich   20.10   Uhr,   Fahrtzeit   9   Stunden.   Von   Ulan-Udé:   Bus   Nr.   363, Abfahrt   vom   Busbahnhof   täglich   23.50   Uhr,   Ankunft   in   Irkutsk   8.30 Uhr. Schiff:     Anlegestelle     östlich     des     Staudammes     im     Stadtteil Solnetschny:   zu   erreichen   vom   Bahnhof   mit   dem   Bus   Nr.   16   zur Haltestelle     Pristan     Raketa,     vom     Kirowplatz     Bus     Nr.     5     zur Endhaltestelle,   von   dort   500   m   zu   Fuß.   Alle   Fahrzeiten   müssen vorher    erfragt    werden.    Beschaffung    der    Fahrkarten    über    das Touristikbüro   im   Hotel   Baikal   oder   an   den   Verkaufsstellen   (täglich 10   bis   19   Uhr   geöffnet)   der   Anlegestellen.   Die   Billets   sind   in   jedem Fall einen Tag im Voraus zu kaufen. Richtung   Baikalsee:   Das   Tragflächenboot   „Raketa“   verbindet   die Orte   Port   Baikal,   Listwjanka,   Bolschoije   Koty   und   die   Sandbucht miteinander,   3mal   täglich.   Das   größere   Boot   „Kometa“ steuert   die   Orte   Sewerobaikalsk   und   Nischneangarsk an.    Angesteuert   wird   nicht   MRS   und   die   Insel   Olchon. Manchmal    kann    mit    dem    Kapitän    gegen    Bares verhandelt   werden.   Das   Boot   legt   dann   selbst   nicht an,   die   Aussteigewilligen   müssen   auf   einen   Kutter umsteigen,   der   sie   zur   Insel   oder   MRS   bringt.   (Es wird    der    volle    Fahrpreis    fällig    plus    der    für    den Kutter!)   Letzterer   verkehrt   zwischen   15.   Juni   und   15. September.   2mal   wöchentlich,   Dienstag   und   Freitag, Fahrtzeit 12 Stunden, einfache Fahrt 1000 Rubel. Anlegestelle      „Retschnoi      Woksal“      am      rechten Angaraufer    hinter    der    Angara-Brücke,    Boulevard Gagarina:   zu   erreichen   mit   den   Straßenbahnlinien   Nr. 1   und   2   Haltestelle   Tschkalowa.   Fahrtzeiten   für   Schiff erfragen,   Fahrkarten   (täglich   10   bis   18   Uhr   geöffnet) in Voraus kaufen. Richtung    Bratsk:    3    x    pro    Woche    über    Angarsk (Einfache    Fahrt    800    Rubel).    Nach    Angarsk    fährt täglich ein kleineres Boot. Informationen: Ostsibirische Schiffahrtsgesellschaft Straßenbahn:     Vom     Bahnhof     erreicht     man     das Zentrum,    Linie    1    und    2,    nach    drei    bzw.    vier Haltestellen.    Die    Fahrscheine    können    in    der    Bahn beim   Kontrolleur   erworben   werden.   (einfache   Fahrt: 5 Rubel) Unterkünfte:       Wohnheim       des       Gewerkschafts- Fortbildungs-Zentrums,      uliza      Baikalskaja      263, Einzelzimmer 300 Rubel, Doppelzimmer 450 Rubel.  Hotel     Rus,     uliza     Swerdlowa     19,     im     Zentrum, Einzelzimmer   1600   Rubel,   Doppelzimmer   2900   Rubel   beides   mit Frühstück. Hotel   Baikal,   früher   Irkutsk   ehemals   Intourist,   uliza   Gagarina   44, im   Zentrum,   Doppelzimmer   2650   Rubel,   Einzelzimmer   1600   Rubel, beides mit Frühstück, sehr freundlich. Hotel   Arena,   uliza   Scheljabowa   8   A,   Einzelzimmer   800   Rubel,   4- Bett-Zimmer 950 Rubel, Doppelzimmer 1200 Rubel. Hotel    Delta,    uliza    Karla    Liebknechta    58,    Doppelzimmer    mit Frühstück 3000 Rubel, gehobene Klasse, ruhige Lage. Listwjanka:   Listwjanka   ist   der   von   Reisenden   meist   besuchte   Ort am   Baikalsee.   Nicht   nur,   weil   er   am   leichtesten   und   bequemsten erreichbar   ist,   vielmehr   weil   er   sich   für   einen   Tagesausflug   von Irkutsk   aus   bestens   eignet.   Der   ursprünglich   von   Fischern   und Seefahrern    errichtete    Ort    hat    in    den    letzten    fünf    Jahren    einen Aufschwung   zum   Tourismus   erlebt.   Es   gibt   reichlich   ausgeschilderte Wanderrouten,    was    um    den    Baikal    noch    sehr    selten    ist,    ein Dutzend      zu      Fuß      erreichbare      Aussichtspunkte      und      das Baikalmuseum.    Von    hier    aus    kann    der    Besucher    bequem    eine Rundfahrt    auf    dem    Baikalsee    starten    oder    nach    Port    Baikal übersetzen,   um   von   dort   aus   über   die   Baikalbahn   den   See   zu erkunden. Bus:   aus   Irkutsk   vom   Busbahnhof,   täglich   9,   14.30,   16.30,   19   Uhr, im   Sommer,   circa   Juli   bis   August,   fährt   der   Bus   auch   um   7   Uhr. Listwjanka   hat   zwei   Haltestellen:   Baikalmuseum   am   Ortseingang (hier   befindet   sich   auch   die   Anlegestelle   für   die   Fährschiffe   nach Port   Baikal)   und   Endstation   Hafen.   Nach   Irkutsk   vom   Hafen:   täglich 7,   11,   16.45,   18   Uhr.   (Fahrtzeit   1.30h,   einfache   Fahrt   25   Rubel)   Mit dem    Linientaxi,    welche    ebenfalls    vom    Busbahnhof    in    Irkutsk abfahren,   geht   es   schneller   und   bequemer,   allerdings   ist   der   Preis doppelt   so   hoch.   Sollte   der   Reisende   doch   den   letzten   Bus   verpasst haben,   so   hat   Listwjanka   auch   einen   Taxistand   an   der   Endstation: Tel. 67 10 69. Schiff:   Das   Tragflächenboot   „Raketa“   verkehrt   täglich   von   Mai   bis September   zwischen   Listwjanka   und   Irkutsk.   Die   Fahrt   dauert   etwa 1.30   h   und   kostet   um   die   100   Rubel,   je   nachdem   wie   die   Nachfrage ist.   Die   Rückfahrt   sollte   gleich   mit   gebucht   werden,   da   das   Schiff meist   schon   voll   ist,   wenn   es   von   Listwjanka   nach   Irkutsk   zurück fährt.   Einen   Fahrplan   gibt   es   nicht,   die   Abfahrt,   frühestens   9   Uhr, erfährt man beim Kauf der Karte. Zwischen    Port    Baikal    und    Listwjanka    gibt    es    eine    ganzjährige Autofährverbindung:   8.15,   16.15,   18.15   Uhr,   Abfahrt   Port   Baikal: 7.10, 15.50, 17.15 Uhr. Unterkunft:         Baikal-Hotel:         (ehemals         Intourist)         uliza Akademitscheskaja   13,   nahe   des   Baikalmuseums,   EZ/DZ   ab   1100 Rubel pro Nacht, Mittelklasse. Sludjanka:   Sludjanka   ist   eine   verhältnismäßig   junge   Gründung   am Ufer   des   Sees.   Als   man   im   zu   Beginn   des   19.   Jahrhunderts   in   den Glimmerstollen   den   Weißen   Marmor   entdeckte,   wurden   hier   die ersten   Holzhäuser   gebaut.   Im   20.   Jahrhundert   kam   ein   zweiter   und heute   wichtigster   Arbeitgeber   in   die   Stadt,   die   Bahn.   Aufgrund   der reichlichen   Marmorvorkommen   wurde   der   Bahnhof   1903   komplett aus Marmorblöcken errichtet. Sludjanka   ist   ebenso   wie   Listwjanka   für   einen   Tagesausflug   von Irkutsk   aus   erreichbar.   Vier   Kilometer   vom   Bahnhof   entfernt   in Richtung    Kultuk    befindet    sich    eine    kleine    Halbinsel    mit    einem Sandstand,   der   zum   Baden   einlädt.   Ebenfalls   an   dieser   Halbinsel liegt     ein     Schamanencamp,     das     zum     beliebten     Ausflugsziel geworden ist. weitere Informationen zu Sludjanka Bahn:          Sludjanka     befindet     sich     am     Kilometer     5317     der Transsibirischen   Eisenbahn.   (siehe   Irkutsk)   Mit   der   Elektritschnaja (Vorortszug)   von   Irkutsk:   9.19,   10.12,   17.37   Uhr,   nach   Irkutsk: 10.48,   20.35,   22.59   Uhr.   Die   Fahrtzeit   beträgt   3,5h.   In   15   Jahren hat    sich    der    Fahrplan    lediglich    um    drei    Minuten    verschoben. Einfache Fahrt: 80 Rubel. Bus:     Linienbusse     verkehren     zwischen     Kultuk     (Zugang     zur Baikalbahn) und Baikalsk, Abfahrt vom Busbahnhof uliza Lenina. Unterkunft:   Herberge   des   Mineralienmuseums,   uliza   Sljudjankaja 36,   DZ   150   Rubel   pro   Nacht   und   Person,   Mehrbettzimmer   250 Rubel pro Nacht und Person.
Die Westküste des Baikal liegt an einer kargen Steilküste mit einem steinigen Ufer, womit sie wenige touristische Höhepunkte bietet. Einer davon ist die alte Baikalbahn, ein Stück Geschichte, nicht nur für Eisenbahnfreunde sondern auch ein Paradies für Naturliebhaber.

Baikalbahn

1899              erreichte             die Transsibirische    Eisenbahn    über Irkutsk,     an     den     Ufern     der Angara   entlang,   den   Westen   des Baikalsees.   Im   Jahre   1900   war man    am    Abfluss    der    Angara angelangt.   So   blieb   das   einzige Nadelöhr     zum     Anschluss     der Eisenbahn   an   die   Ostroute   von Wladivostok    der    Baikalsee.    Bis 1904   behalf   man   sich   damit,   die Waggons    mit    den    beiden    Schiffen    „Angara“    und    „Baikal“    der englischen   Schifffahrtsgesellschaft   „Armstrong“   über   den   See   zu transportieren.   Im   Winter   wurden   Schienen   über   den   Baikal   gelegt und   die   Wagons   mit   Pferden   über   den   Baikal   gezogen.   Bereits   1898 hatte   Zar   Nikolai   II.   den   Befehl   zum   Bau   einer   Umgehungslinie gegeben.     Der     russisch-japanische     Krieg     verschleppte     dieses Vorhaben. Zwischen   1900   und   1904   wurde   eine   eingleisige   Strecke   zwischen Port   Baikal   und   Sludjanka   errichtet.   Auch   mit   der   Fertigstellung   des zweiten   Schienenstranges   zwischen   1911   und   1915   blieb   dieser Abschnitt   eine   Schwachstelle   der   Transsibirischen   Eisenbahn . Der   teuerste   Abschnitt   der   gesamten   Transsib,   nur   87   Kilometer lang,   wurde   von   Zugunglücken   und   Steinschlägen   heimgesucht. Wer     den     heutigen     Streckenabschnitt     zwischen     Irkutsk     und Sludjanka   über   das   Olcha-Plateau   kennt,   wird   sich   fragen,   warum dieser   nicht   von   Anfang   an   gebaut   wurde.   Tatsächlich   wurde   diese Strecke    von    den    damaligen    Konstrukteuren    und    Ingenieuren    in Erwägung   gezogen,   doch   scheiterte   dieses   Unternehmen   an   den   zu großen     Steigungen     am     Olcha-Plateau,     denen     die     damaligen Dampflokomotiven noch nicht gewachsen waren. Reisen    mit    und    an    der alten              Baikalbahn:   Einheimische   benutzen   für alle        Streckenabschnitte kaum       Ortsnamen,       sie sprechen                         in Kilometerangaben,   die   der Entfernung      von      Irkutsk entsprechen.                 Die Gesamtlänge                 der Baikalbahn   entspricht   159 Kilometer,        der        erste Streckenabschnitt          von Irkutsk   bis   Port   Baikal   (Kilometer   72)   ist   im   Zuge   der   Anstauung der    Angara    größtenteils    unter    Wasser    geraten,    somit    ist    heute lediglich    der    zweite    bis    Kultuk,    vier    Kilometer    nördlich    von Sludjanka gelegen, benutzbar. Diese   Strecke   lässt   sich   zu   Fuß,   per   Schiff   (weniger   reizvoll,   da   man selten an Land gehen kann) oder mit der Baikalbahn erkunden: Kilometer 72 und 74: Port Baikal Bahnhof, Port Baikal Fähre Kilometer 76: zwei farbige, abstrakt-moderne Felsmalereien Kilometer      79:      Turbasa      Serebrjany      Kljutsch      (Silberquelle), Touristenübernachtung    mit    zwei    bis    drei    Bettzimmern    für    13 Personen,   mit   russischer   Banja   und   Bootsfahrten.   Früher   war   es das Haus des Weichenstellers. Kilometer   80:   Turbasa   Retro.   Die   Siedlung   Listwentschnij   starb   in den   60er   Jahren   des   20.   Jahrhunderts   beinahe   aus.   Seit   1996   gibt es   hier   eine   Unterkunft   mit   Drei-   und   Vierbett-Zimmern.   (Tel.:   25 25 13) Kilometer    88:    Kap    der    Zwangsarbeit.    Einst    Unterkünfte    der chinesischen   und   russischen   Zwangsarbeiter,   welche   wegen   ihrer Teilnahme    am    Streik    auf    den    Lena-Goldfeldern    verurteilt    und hierher   verbannt   wurden.   Die   am   Ufer   stehende   Ruine   war   ein Kraftwerk. Kilometer   90:   Kap   Tolstyj,   der   markanteste   Landvorsprung   auf   der gesamten   Strecke.   Botanisches   Freiluftmuseum   und   Anlegestelle für Vergnügungsdampfer, die von Listwjanka kommen. Kilometer 92: Osinovskaja – Eisenbahnunterführung. Kilometer       97       -       98:       Ulanowo,       Turbasa       Chwoinaja, Touristenunterkunft     für     22     Gäste     im     ehemaligen     Bahnhof. Ursprünglich   sollte   hier   ein   Eisenbahnmuseum   entstehen,   wovon die   zwei   Dampfloks,   die   eigens   für   diesen   Zweck   hier   abgestellt wurden,   zeugen.   Beide   Loks   stammen   aus   den   USA,   eine   Franklin- Lok   und   eine   Güterlok   der   L-Serie,   Beide   kamen   als   Unterstützung im II. Weltkrieg hierher. Kilometer 99: Birkenschlucht, Tunnelunterführung Kilometer 101: nach dem Tunnel Nr. 11 folgt ein Badestrand Kilometer 102: Schumicha, Touristenunterkunft für 18 Gäste. Kilometer   105:   weiße   Senke.   Neben   dem   Gleis   befindet   sich   eine seltene Kombination aus weißem Marmor und Mineralien. Kilometer 106: Iwanowka Kilometer 107: Ponomarjowka Kilometer   108   bis   110:   Zwischen   den   beiden   Tunneln   befinden   sich die   beiden   längsten   Brücken   (64   Meter)   der   Baikalbahn   über   den Fluss Polovinnaja. Kilometer    119:    Maritui    (Bahnhof),    größte    Siedlung    der    alten Strecke. Kilometer 120: Maritui Ort Kilometer 121: Landzunge Kirkirje mit drei Kaps. Kilometer 126: riesiger Granitblock Kilometer 129: Baklan Kilometer   130:   zwei   Brücken   über   den   Fluss   Sabartuj.   Es   folgen drei Tunnel. Kilometer   132:   Drei   Tunnel.   Beliebter   Nistplatz   von   Silbermöwen. Brutzeit von Mai bis August. Kilometer    137:    Bahnhof    Scharyschalgai.    Hier    befindet    sich    das Zentrale    Erholungsheim    für    die    Mitarbeiter    der    Ostsibirischen Eisenbahn. Keine Übernachtungsmöglichkeit für Touristen. Kilometer   140:   Zwei   Steinviadukte   über   den   Fluss   Bolsaja   Krutaja Guba. Kilometer 142: Tunnel Nr. 35 (Mitteltunnel) Aussichtsplattform Kilometer   148   -   149:   Fluss   Angasolka,   Stützbucht,   alte   Mauern noch   zu   sehen.   Diese   Bucht   ist   besonders   beliebt   für   Tagestouristen aus   Irkutsk.   Zu   erreichen   mit   der   Elektritschnaja   über   den   Bahnhof Kultuk.   (Tageswanderung   von   Kultuk   circa   sechs   Stunden   hin   und zurück) Kilometer   157   und   159:   Kultuk   Bahnhof,   Kultuk   Ort,   Ausflugs-   und Badeort    mit    weißem    Sandstrand.    Kultuk    ist    wahrscheinlich    der älteste   Ort   am   Baikalsee.   Er   wurde   1647   von   einem   Kosakentrupp gegründet.    Vorwiegend    dient    er    heute    als    Verkehrsknotenpunkt zwischen Bahn, Fernstraße und den Schiffen. Im     Ort     gibt     es     ein     kleines     Lebensmittelgeschäft     und     zwei Herbergen,   die   von   Bergsteigern   über   die   Sommermonate   geführt werden.   Die   Unterkunft   muss   in   Irkutsk   gebucht   werden:   uliza Gagarina 40, Büro 310, Fax: 34 32 74. Zug-   und   Schifffahrt:    Im   Sommer,   zwischen   Mai   und   September, gibt   es   zwei   Züge   von   Irkutsk   nach   Port   Baikal.   Abfahrt   Irkutsk Bahnhof:   Mittwoch   8.00   Uhr   und   Samstag   8.00   Uhr.   Dieser   Zug   hält nicht   an   jedem   Haltepunkt   wie   die   Elektritschnaja,   sondern   macht stattdessen   längere   Pausen,   beispielsweise   für   einen   Spaziergang. Ankunft   in   Port   Baikal:   gegen   20.00   Uhr.   Die   Ankunftszeit   kann   sich erheblich      verschieben,      z.B.      wegen      eines      Steinschlages, verschütteter    Tunnel,    umgestürzter    Bäume,    doch    hauptsächlich wegen     Wartens     auf     noch     nicht     zurückgekehrte     Fahrgäste (Touristen).   In   Port   Baikal   ist   eine   Übernachtung   notwendig,   da keine   Fähre   mehr   nach   Listwjanka   übersetzt   und   die   Baikalbahn nur    Donnerstag    und    Sonntag    12.00    Uhr    zurück    nach    Irkutsk, Ankunft    gegen   23.00   Uhr,   fährt.   Tipp: Wer    nur    bis    Port    Baikal    und    nicht zurück    bucht,    sollte,    sofern    er    mit dem     Schiff     nach     Irkutsk     reisen möchte,    die    Schiffsfahrkarte    gleich mit   der   Zugfahrkarte   buchen,   da   das Schiff    immer    überfüllt    ist.    Andere Rückfahrten      nach      Irkutsk:      siehe Listwjanka. Unterkünfte:   Port   Baikal:   Baikal,   uliza Baikalskaja     11,     eine     Art     Bed     & Breakfast,    WC,    Dusche,    Banja,    mit Frühstück   500   Rubel   pro   Nacht.   Tel.: (3952) 398460. Für   alle   anderen,   welche   zu   Fuß   mit Zelt    unterwegs    sind:    Pensionen    der Ostsibirischen    Eisenbahn,    Schumicha (Kilometer   102),   Chwoinaja   (98),   Serebrjany   Kljutsch   (79)   können im   Büro   der   Tourismusabteilung   in   Irkutsk,   uliza   Borzow   Rewoljuzi 2,   Büro   2   gebucht   werden.   Ein   Zelt   zwischen   Kilometer   102   und 156 ist unbedingt notwendig, wenigstens für eine Nacht.

Russland - Transsibirische

Eisenbahn

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Teil 1: südlicher Baikal, Baikalbahn Teil 2: westlicher und nördlicher Baikal, Insel Olchon Teil 3: östlicher Baikal, Anreise
Russland - Fähre auf dem Baikal, Insel Olchon, Schiff, Meer Russland - Fähre zwischen Listwjanka und Port Baikal, Baikalsee, Angara, Sibirien Russland - kleiner Überlandbus (Marschrutka) Russland - Bahnhof von Irkutzk, Transsibirische Eisenbahn Russland - Elektritschnaja (Vorortszug) - Transsibirische Eisenbahn, Transsib, Zug, Lok Russland - Transsibirische Eisenbahn, Zug, Lok, Transsib, Sibirien, Asien
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Russland - Reiseführer

Baikalsee von A-Z

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln um

den Baikalsee (Teil 1)

Baikal – geheimnisvoll und unbekannt. Er, das heilige Meer der Russen, der älteste See und zugleich das größte Süßwasserreservoir der Erde ist der Traum eines jeden Sibirienreisenden. Mit der Transsibirischen Eisenbahn am Südufer des Baikals entlang, über die Baikal-Amur-Magistrale zu seinem nördlichsten Zipfel und mit dem Schiff auf ihm unterwegs, erreichen wir auch kleinere Ortschaften entlang der alten Baikalbahn, die Insel Olchon oder die Halbinsel „Heilige Nase“ nahe der Ortschaft Ust-Bargusin.
Diese      Reiseinformation      gibt      die      wichtigsten      Tipps, ausgewählte   Ausflugsziele   und   Unterkünfte   sowie   öffentliche Verkehrsverbindungen   zwischen   den   leicht   erreichbaren   Orten an   den   Ufern   des   Baikalsees,   der   seit   1996   zum   UNESCO- Weltkulturerbe zählt. Viele    Legenden    werden    über    den    See    der    Superlative    im Osten    Sibiriens    erzählt.    Nun,    er    ist    der    wasserreichste Binnensee   der   Welt.   Er   ist   636   km   lang   und   im   Mittel   circa   48 km   breit.   Mit   einer   Tiefe   von   1637   Metern   ist   er   auch   der tiefste    See    der    Erde.    Beeindruckend    ist    seine    Schönheit, wunderbar   sein   klares   Wasser   und   beinah   einzigartig   seine Tierwelt.     In     seinen     Tiefen     birgt     er     Tierarten     wie     die Baikalrobbe,    den    Omul    und    Golomjanka,    welche    es    sonst nirgends    auf    der    Welt    gibt.    Und    in    den    nahe    gelegenen Wäldern leben noch heute Bären, Wölfe und Luchse. Der   von   336   Flüssen   gespeiste   See   entstand   vor   circa   20 Millionen    Jahren    aus    einem    schmalen    Grabenbruch    zweier tektonischer    Platten.    Rein    statistisch    gesehen    könnte    der Baikal   die   Angara,   den   einzigen   Abfluss   des   Sees,   noch   400 Jahre   speisen,   sollten   alle   Zuflüsse   eines   Tages   versiegen. Andererseits:      Würde      man      alle      Flüsse      der      Erde zusammenschließen   und   in   den   Baikal   leiten,   so   bräuchten sie ein gutes Jahr, um ihn wieder zu füllen. Klima:    Die    Baikalregion liegt     mitten     auf     dem asiatischen       Kontinent, folglich     ist     das     Klima kontinental   geprägt.   Das bedeutet             niedrige Luftfeuchtigkeit          und g      e      r      i      n      g      e        Es     regnet     nicht     nur selten,    sondern    es    gibt auch,      entgegen      den verbreiteten        Meinung, wenig   Schnee,   nur   etwa   40   cm   im   Jahr.   Dies   gilt   nicht   für   die Westhänge,    hier    fallen    durchschnittlich    90    cm    Schnee. Ebenfalls    typisch    für    kontinentales    Klima    sind    die    großen Temperaturschwankungen.   So   können   im   Winter   bis   -40°C und    im    Sommer    bis    30°C    erreicht    werden.    Hingegen    die Winter,   bei   entsprechender   Kleidung,   leicht   zu   ertragen   sind, sollte      der      Reisende      die      plötzliche      Hitze      in      den Sommermonaten     nicht     unterschätzen.     Zwischen     Anfang Februar     und     Ende     April     ist     die     Eisdecke     vollständig geschlossen,   so   dass   sie   auch   mit   einem   Fahrzeug   benutzt werden   kann.   Dazu   werden   viele   Strecken   geprüft   und   mit kleinen    Bäumchen    markiert.    Als    beste    Reisezeit    für    den Europäer   ergeben   sich   deshalb   die   Monate   zwischen   Juli   und September. Uhrzeit: Irkutsk: MEZ + 7h Wichtige und leicht zu erreichende Orte am Baikalsee:

Die südliche Baikal-Region

Irkutsk:   Irkutsk   ist   die   Hauptstadt   Ostsibiriens   und   wohl   der wichtigste    Anlaufpunkt    eines    jeden    Touristen.    Mit    knapp 650.000    Einwohnern    gilt    sie    als    die    bevölkerungsreichste Stadt    um    den    Baikalsee.    Ihr    Ursprung    geht    auf    einen Kosakentrupp   zurück.   Auf   einem   kleinen   Hügel   wurde   1661 eine    Holzfestung    errichtet.    Somit    siedelten    immer    mehr Menschen,   in   der   Hoffnung   auf   baldigen   Reichtum,   in   deren Nähe    -    unter    ihnen    viele,    die    für    immer    nach    Sibirien verbannt      wurden.      Diese      Menschen,      maßgeblich      die Dekabristen,   prägten   deshalb   das   Bild   dieser   verhältnismäßig jungen   Stadt.   So   wurde   die   Stadt   bald   Umschlagplatz   für sibirische    Pelze,    Seide    und    chinesische    Tees.    Aus    diesem Grund,   begünstigt   durch   die   Nähe   zur   Mongolei   und   zu   China, bekam Irkutsk den Beinamen: „Fenster zum Osten.“ weitere Informationen zu Irkutsk  (russ.) Bahn:   Irkutsk   liegt   am   Kilometer   5191   der   Transsibirischen Eisenbahn.    Der    Bahnhof    befindet    sich    an    der    linken,    der westlichen,   Seite   der   Angara.   Von   hier   aus   fährt   täglich   ein Zug     nach     Bratsk     zum     Anschluss     an     die     Baikal-Amur- Magistrale     (BAM).     Die     Elektritschka     verkehrt     stündlich zwischen   8   und   22   Uhr   zwischen   Irkutsk   und   Sludjanka   am südlichen   Ufer   des   Baikals   gelegen.   Fahrplanauskunft:   Tel.   43 17 17. Bus:   Oktjabrskaja   Revoluzija   11.   Der   Busbahnhof   befindet sich   am   Ende   der   Timirjasewa   Uliza,   nahe   des   Dekabristen- Museums.   Anfahrt   mit   der   Straßenbahn   Linie   4.   Von   hier   aus verkehren   morgens,   gegen   8   Uhr,   Busse   nach   Bratsk   und   Ust- Ordynskij   sowie   zur   Insel   Olchon.   4mal   täglich   fährt   ein   Bus nach   Listwjanka,   deren   Endstation   sich   direkt   am   Baikalsee befindet.     Fahrplanauskunft:     Tel.     27     24     11.     Vor     dem Busbahnhof    suchen    auch    Sammeltaxibesitzer    ihre    Kunden, der   Preis   ist   doppelt   so   hoch   wie   der   eines   Linienbusses,   dafür sind    diese    Taxis    schneller    und    bequemer.    Hinweis:    alle Fernlinienbusse   fahren   erst   ab,   wenn   sie   ausreichend   besetzt sind.    Fahrkarten    können    nur    am    Schalter    im    Busbahnhof erstanden   werden.   Öffnungszeiten   7   –   18   Uhr   täglich,   außer sonntags.    Wer    den    ersten    Bus    nach    Listwjanka    erreichen möchte,   sollte   sich   bereits   ca.   6.30   Uhr   vor   einem   der   beiden Gittertüren zum Verkaufsschalter einfinden. Nach   Ulan-Bator   ( Mongolei )    über   Ulan-Udé:   Bus   Nr.   364, Abfahrt   täglich   20.10   Uhr,   Fahrtzeit   9   Stunden.   Von   Ulan-Udé: Bus    Nr.    363,    Abfahrt    vom    Busbahnhof    täglich    23.50    Uhr, Ankunft in Irkutsk 8.30 Uhr. Schiff:    Anlegestelle    östlich    des    Staudammes    im    Stadtteil Solnetschny:   zu   erreichen   vom   Bahnhof   mit   dem   Bus   Nr.   16 zur   Haltestelle   Pristan   Raketa,   vom   Kirowplatz   Bus   Nr.   5   zur Endhaltestelle,    von    dort    500    m    zu    Fuß.    Alle    Fahrzeiten müssen   vorher   erfragt   werden.   Beschaffung   der   Fahrkarten über     das     Touristikbüro     im     Hotel     Baikal     oder     an     den Verkaufsstellen     (täglich     10     bis     19     Uhr     geöffnet)     der Anlegestellen.   Die   Billets   sind   in   jedem   Fall   einen   Tag   im Voraus zu kaufen. Richtung      Baikalsee:      Das      Tragflächenboot      „Raketa“ verbindet   die   Orte   Port   Baikal,   Listwjanka,   Bolschoije   Koty und   die   Sandbucht   miteinander,   3mal   täglich.   Das   größere Boot     „Kometa“     steuert     die     Orte     Sewerobaikalsk     und Nischneangarsk   an.    Angesteuert   wird   nicht   MRS   und   die   Insel Olchon.    Manchmal    kann    mit    dem    Kapitän    gegen    Bares verhandelt   werden.   Das   Boot   legt   dann   selbst   nicht   an,   die Aussteigewilligen   müssen   auf   einen   Kutter   umsteigen,   der   sie zur   Insel   oder   MRS   bringt.   (Es   wird   der   volle   Fahrpreis   fällig plus   der   für   den   Kutter!)   Letzterer   verkehrt   zwischen   15.   Juni und   15.   September.   2mal   wöchentlich,   Dienstag   und   Freitag, Fahrtzeit 12 Stunden, einfache Fahrt 1000 Rubel. Anlegestelle   „Retschnoi   Woksal“   am   rechten   Angaraufer   hinter der   Angara-Brücke,   Boulevard   Gagarina:   zu   erreichen   mit   den Straßenbahnlinien     Nr.     1     und     2     Haltestelle     Tschkalowa. Fahrtzeiten   für   Schiff   erfragen,   Fahrkarten   (täglich   10   bis   18 Uhr geöffnet) in Voraus kaufen. Richtung   Bratsk:   3   x   pro   Woche   über   Angarsk   (Einfache   Fahrt 800 Rubel). Nach Angarsk fährt täglich ein kleineres Boot. Informationen: Ostsibirische Schiffahrtsgesellschaft Straßenbahn:    Vom    Bahnhof    erreicht man   das   Zentrum,   Linie   1   und   2,   nach drei      bzw.      vier      Haltestellen.      Die Fahrscheine   können   in   der   Bahn   beim Kontrolleur          erworben          werden. (einfache Fahrt: 5 Rubel) Unterkünfte:           Wohnheim           des F - Z   uliza    Baikalskaja    263,    Einzelzimmer 300 Rubel, Doppelzimmer 450 Rubel.  Hotel    Rus,    uliza    Swerdlowa    19,    im Zentrum,    Einzelzimmer    1600    Rubel, Doppelzimmer   2900   Rubel   beides   mit Frühstück. Hotel    Baikal,    früher    Irkutsk    ehemals Intourist,     uliza     Gagarina     44,     im Zentrum,    Doppelzimmer    2650    Rubel, Einzelzimmer   1600   Rubel,   beides   mit Frühstück, sehr freundlich. Hotel    Arena,    uliza    Scheljabowa    8    A, Einzelzimmer      800      Rubel,      4-Bett- Zimmer     950     Rubel,     Doppelzimmer 1200 Rubel. Hotel   Delta,   uliza   Karla   Liebknechta   58, Doppelzimmer     mit     Frühstück     3000 Rubel, gehobene Klasse, ruhige Lage. Listwjanka:    Listwjanka    ist    der    von Reisenden     meist     besuchte     Ort     am Baikalsee.     Nicht     nur,     weil     er     am leichtesten   und   bequemsten   erreichbar   ist,   vielmehr   weil   er sich   für   einen   Tagesausflug   von   Irkutsk   aus   bestens   eignet. Der   ursprünglich   von   Fischern   und   Seefahrern   errichtete   Ort hat    in    den    letzten    fünf    Jahren    einen    Aufschwung    zum Tourismus      erlebt.      Es      gibt      reichlich      ausgeschilderte Wanderrouten,   was   um   den   Baikal   noch   sehr   selten   ist,   ein Dutzend     zu     Fuß     erreichbare     Aussichtspunkte     und     das Baikalmuseum.   Von   hier   aus   kann   der   Besucher   bequem   eine Rundfahrt   auf   dem   Baikalsee   starten   oder   nach   Port   Baikal übersetzen,   um   von   dort   aus   über   die   Baikalbahn   den   See   zu erkunden. Bus:   aus   Irkutsk   vom   Busbahnhof,   täglich   9,   14.30,   16.30,   19 Uhr,   im   Sommer,   circa   Juli   bis   August,   fährt   der   Bus   auch   um 7   Uhr.   Listwjanka   hat   zwei   Haltestellen:   Baikalmuseum   am Ortseingang   (hier   befindet   sich   auch   die   Anlegestelle   für   die Fährschiffe    nach    Port    Baikal)    und    Endstation    Hafen.    Nach Irkutsk   vom   Hafen:   täglich   7,   11,   16.45,   18   Uhr.   (Fahrtzeit 1.30h,   einfache   Fahrt   25   Rubel)   Mit   dem   Linientaxi,   welche ebenfalls    vom    Busbahnhof    in    Irkutsk    abfahren,    geht    es schneller   und   bequemer,   allerdings   ist   der   Preis   doppelt   so hoch.    Sollte    der    Reisende    doch    den    letzten    Bus    verpasst haben,    so    hat    Listwjanka    auch    einen    Taxistand    an    der Endstation: Tel. 67 10 69. Schiff:   Das   Tragflächenboot   „Raketa“   verkehrt   täglich   von   Mai bis   September   zwischen   Listwjanka   und   Irkutsk.   Die   Fahrt dauert   etwa   1.30   h   und   kostet   um   die   100   Rubel,   je   nachdem wie   die   Nachfrage   ist.   Die   Rückfahrt   sollte   gleich   mit   gebucht werden,    da    das    Schiff    meist    schon    voll    ist,    wenn    es    von Listwjanka   nach   Irkutsk   zurück   fährt.   Einen   Fahrplan   gibt   es nicht,   die   Abfahrt,   frühestens   9   Uhr,   erfährt   man   beim   Kauf der Karte. Zwischen   Port   Baikal   und   Listwjanka   gibt   es   eine   ganzjährige Autofährverbindung:    8.15,    16.15,    18.15    Uhr,    Abfahrt    Port Baikal: 7.10, 15.50, 17.15 Uhr. Unterkunft:       Baikal-Hotel:       (ehemals       Intourist)       uliza Akademitscheskaja   13,   nahe   des   Baikalmuseums,   EZ/DZ   ab 1100 Rubel pro Nacht, Mittelklasse. Sludjanka:     Sludjanka     ist     eine     verhältnismäßig     junge Gründung   am   Ufer   des   Sees.   Als   man   im   zu   Beginn   des   19. Jahrhunderts    in    den    Glimmerstollen    den    Weißen    Marmor entdeckte,   wurden   hier   die   ersten   Holzhäuser   gebaut.   Im   20. Jahrhundert     kam     ein     zweiter     und     heute     wichtigster Arbeitgeber   in   die   Stadt,   die   Bahn.   Aufgrund   der   reichlichen Marmorvorkommen   wurde   der   Bahnhof   1903   komplett   aus Marmorblöcken errichtet. Sludjanka   ist   ebenso   wie   Listwjanka   für   einen   Tagesausflug von    Irkutsk    aus    erreichbar.    Vier    Kilometer    vom    Bahnhof entfernt   in   Richtung   Kultuk   befindet   sich   eine   kleine   Halbinsel mit   einem   Sandstand,   der   zum   Baden   einlädt.   Ebenfalls   an dieser   Halbinsel   liegt   ein   Schamanencamp,   das   zum   beliebten Ausflugsziel geworden ist. weitere Informationen zu Sludjanka Bahn:        Sludjanka    befindet    sich    am    Kilometer    5317    der Transsibirischen      Eisenbahn.      (siehe      Irkutsk)      Mit      der Elektritschnaja   (Vorortszug)   von   Irkutsk:   9.19,   10.12,   17.37 Uhr,   nach   Irkutsk:   10.48,   20.35,   22.59   Uhr.   Die   Fahrtzeit beträgt   3,5h.   In   15   Jahren   hat   sich   der   Fahrplan   lediglich   um drei Minuten verschoben. Einfache Fahrt: 80 Rubel. Bus:    Linienbusse    verkehren    zwischen    Kultuk    (Zugang    zur Baikalbahn)    und    Baikalsk,    Abfahrt    vom    Busbahnhof    uliza Lenina. Unterkunft:      Herberge      des      Mineralienmuseums,      uliza Sljudjankaja    36,    DZ    150    Rubel    pro    Nacht    und    Person, Mehrbettzimmer 250 Rubel pro Nacht und Person.
Die Westküste des Baikal liegt an einer kargen Steilküste mit einem steinigen Ufer, womit sie wenige touristische Höhepunkte bietet. Einer davon ist die alte Baikalbahn, ein Stück Geschichte, nicht nur für Eisenbahnfreunde sondern auch ein Paradies für Naturliebhaber.

Baikalbahn

1899           erreichte          die Transsibirische       Eisenbahn über   Irkutsk,   an   den   Ufern der     Angara     entlang,     den Westen   des   Baikalsees.   Im Jahre    1900    war    man    am Abfluss         der         Angara angelangt.     So     blieb     das einzige        Nadelöhr        zum Anschluss   der   Eisenbahn   an   die   Ostroute   von   Wladivostok   der Baikalsee.   Bis   1904   behalf   man   sich   damit,   die   Waggons   mit den    beiden    Schiffen    „Angara“    und    „Baikal“    der    englischen Schifffahrtsgesellschaft     „Armstrong“     über     den     See     zu transportieren.   Im   Winter   wurden   Schienen   über   den   Baikal gelegt   und   die   Wagons   mit   Pferden   über   den   Baikal   gezogen. Bereits   1898   hatte   Zar   Nikolai   II.   den   Befehl   zum   Bau   einer Umgehungslinie     gegeben.     Der     russisch-japanische     Krieg verschleppte dieses Vorhaben. Zwischen    1900    und    1904    wurde    eine    eingleisige    Strecke zwischen   Port   Baikal   und   Sludjanka   errichtet.   Auch   mit   der Fertigstellung   des   zweiten   Schienenstranges   zwischen   1911 und    1915    blieb    dieser    Abschnitt    eine    Schwachstelle    der Transsibirischen    Eisenbahn .    Der    teuerste    Abschnitt    der gesamten    Transsib,    nur    87    Kilometer    lang,    wurde    von Zugunglücken    und    Steinschlägen    heimgesucht.    Wer    den heutigen   Streckenabschnitt   zwischen   Irkutsk   und   Sludjanka über   das   Olcha-Plateau   kennt,   wird   sich   fragen,   warum   dieser nicht   von   Anfang   an   gebaut   wurde.   Tatsächlich   wurde   diese Strecke   von   den   damaligen   Konstrukteuren   und   Ingenieuren in   Erwägung   gezogen,   doch   scheiterte   dieses   Unternehmen   an den    zu    großen    Steigungen    am    Olcha-Plateau,    denen    die damaligen Dampflokomotiven noch nicht gewachsen waren. Reisen    mit    und    an    der alten               Baikalbahn:   Einheimische   benutzen   für alle         Streckenabschnitte kaum       Ortsnamen,       sie sprechen                          in Kilometerangaben,   die   der Entfernung      von      Irkutsk entsprechen.                  Die Gesamtlänge                  der Baikalbahn       entspricht       159       Kilometer,       der       erste Streckenabschnitt   von   Irkutsk   bis   Port   Baikal   (Kilometer   72) ist    im    Zuge    der    Anstauung    der    Angara    größtenteils    unter Wasser    geraten,    somit    ist    heute    lediglich    der    zweite    bis Kultuk,    vier    Kilometer    nördlich    von    Sludjanka    gelegen, benutzbar. Diese   Strecke   lässt   sich   zu   Fuß,   per   Schiff   (weniger   reizvoll, da   man   selten   an   Land   gehen   kann)   oder   mit   der   Baikalbahn erkunden: Kilometer 72 und 74: Port Baikal Bahnhof, Port Baikal Fähre Kilometer 76: zwei farbige, abstrakt-moderne Felsmalereien Kilometer    79:    Turbasa    Serebrjany    Kljutsch    (Silberquelle), Touristenübernachtung   mit   zwei   bis   drei   Bettzimmern   für   13 Personen,   mit   russischer   Banja   und   Bootsfahrten.   Früher   war es das Haus des Weichenstellers. Kilometer    80:    Turbasa    Retro.    Die    Siedlung    Listwentschnij starb   in   den   60er   Jahren   des   20.   Jahrhunderts   beinahe   aus. Seit   1996   gibt   es   hier   eine   Unterkunft   mit   Drei-   und   Vierbett- Zimmern. (Tel.: 25 25 13) Kilometer   88:   Kap   der   Zwangsarbeit.   Einst   Unterkünfte   der chinesischen   und   russischen   Zwangsarbeiter,   welche   wegen ihrer   Teilnahme   am   Streik   auf   den   Lena-Goldfeldern   verurteilt und   hierher   verbannt   wurden.   Die   am   Ufer   stehende   Ruine war ein Kraftwerk. Kilometer   90:   Kap   Tolstyj,   der   markanteste   Landvorsprung   auf der    gesamten    Strecke.    Botanisches    Freiluftmuseum    und Anlegestelle    für    Vergnügungsdampfer,    die    von    Listwjanka kommen. Kilometer 92: Osinovskaja – Eisenbahnunterführung. Kilometer      97      -      98:      Ulanowo,      Turbasa      Chwoinaja, Touristenunterkunft    für    22    Gäste    im    ehemaligen    Bahnhof. Ursprünglich    sollte    hier    ein    Eisenbahnmuseum    entstehen, wovon   die   zwei   Dampfloks,   die   eigens   für   diesen   Zweck   hier abgestellt   wurden,   zeugen.   Beide   Loks   stammen   aus   den   USA, eine   Franklin-Lok   und   eine   Güterlok   der   L-Serie,   Beide   kamen als Unterstützung im II. Weltkrieg hierher. Kilometer 99: Birkenschlucht, Tunnelunterführung Kilometer 101: nach dem Tunnel Nr. 11 folgt ein Badestrand Kilometer 102: Schumicha, Touristenunterkunft für 18 Gäste. Kilometer   105:   weiße   Senke.   Neben   dem   Gleis   befindet   sich eine seltene Kombination aus weißem Marmor und Mineralien. Kilometer 106: Iwanowka Kilometer 107: Ponomarjowka Kilometer   108   bis   110:   Zwischen   den   beiden   Tunneln   befinden sich   die   beiden   längsten   Brücken   (64   Meter)   der   Baikalbahn über den Fluss Polovinnaja. Kilometer   119:   Maritui   (Bahnhof),   größte   Siedlung   der   alten Strecke. Kilometer 120: Maritui Ort Kilometer 121: Landzunge Kirkirje mit drei Kaps. Kilometer 126: riesiger Granitblock Kilometer 129: Baklan Kilometer    130:    zwei    Brücken    über    den    Fluss    Sabartuj.    Es folgen drei Tunnel. Kilometer     132:     Drei     Tunnel.     Beliebter     Nistplatz     von Silbermöwen. Brutzeit von Mai bis August. Kilometer   137:   Bahnhof   Scharyschalgai.   Hier   befindet   sich   das Zentrale   Erholungsheim   für   die   Mitarbeiter   der   Ostsibirischen Eisenbahn. Keine Übernachtungsmöglichkeit für Touristen. Kilometer   140:   Zwei   Steinviadukte   über   den   Fluss   Bolsaja Krutaja Guba. Kilometer 142: Tunnel Nr. 35 (Mitteltunnel) Aussichtsplattform Kilometer    148    -    149:    Fluss    Angasolka,    Stützbucht,    alte Mauern   noch   zu   sehen.   Diese   Bucht   ist   besonders   beliebt   für Tagestouristen      aus      Irkutsk.      Zu      erreichen      mit      der Elektritschnaja   über   den   Bahnhof   Kultuk.   (Tageswanderung von Kultuk circa sechs Stunden hin und zurück) Kilometer   157   und   159:   Kultuk   Bahnhof,   Kultuk   Ort,   Ausflugs- und      Badeort      mit      weißem      Sandstrand.      Kultuk      ist wahrscheinlich   der   älteste   Ort   am   Baikalsee.   Er   wurde   1647 von    einem    Kosakentrupp    gegründet.    Vorwiegend    dient    er heute    als    Verkehrsknotenpunkt    zwischen    Bahn,    Fernstraße und den Schiffen. Im    Ort    gibt    es    ein    kleines    Lebensmittelgeschäft    und    zwei Herbergen,    die    von    Bergsteigern    über    die    Sommermonate geführt    werden.    Die    Unterkunft    muss    in    Irkutsk    gebucht werden: uliza Gagarina 40, Büro 310, Fax: 34 32 74. Zug-    und    Schifffahrt:     Im    Sommer,    zwischen    Mai    und September,   gibt   es   zwei   Züge   von   Irkutsk   nach   Port   Baikal. Abfahrt   Irkutsk   Bahnhof:   Mittwoch   8.00   Uhr   und   Samstag 8.00   Uhr.   Dieser   Zug   hält   nicht   an   jedem   Haltepunkt   wie   die Elektritschnaja,   sondern   macht   stattdessen   längere   Pausen, beispielsweise   für   einen   Spaziergang.   Ankunft   in   Port   Baikal: gegen    20.00    Uhr.    Die    Ankunftszeit    kann    sich    erheblich verschieben,   z.B.   wegen   eines   Steinschlages,   verschütteter Tunnel,    umgestürzter    Bäume,    doch    hauptsächlich    wegen Wartens   auf   noch   nicht   zurückgekehrte   Fahrgäste   (Touristen). In    Port    Baikal    ist    eine    Übernachtung    notwendig,    da    keine Fähre   mehr   nach   Listwjanka   übersetzt   und   die   Baikalbahn   nur Donnerstag   und   Sonntag 12.00   Uhr   zurück   nach Irkutsk,   Ankunft    gegen 23.00   Uhr,   fährt.   Tipp: Wer   nur   bis   Port   Baikal und   nicht   zurück   bucht, sollte,     sofern     er     mit dem   Schiff   nach   Irkutsk reisen       möchte,       die Schiffsfahrkarte     gleich mit     der     Zugfahrkarte buchen,    da    das    Schiff immer      überfüllt      ist. Andere         Rückfahrten nach      Irkutsk:      siehe Listwjanka. Unterkünfte:            Port Baikal:      Baikal,      uliza Baikalskaja   11,   eine   Art Bed     &     Breakfast,     WC, Dusche,    Banja,    mit    Frühstück    500    Rubel    pro    Nacht.    Tel.: (3952) 398460. Für   alle   anderen,   welche   zu   Fuß   mit   Zelt   unterwegs   sind: Pensionen      der      Ostsibirischen      Eisenbahn,      Schumicha (Kilometer   102),   Chwoinaja   (98),   Serebrjany   Kljutsch   (79) können    im    Büro    der    Tourismusabteilung    in    Irkutsk,    uliza Borzow    Rewoljuzi    2,    Büro    2    gebucht    werden.    Ein    Zelt zwischen   Kilometer   102   und   156   ist   unbedingt   notwendig, wenigstens für eine Nacht.

Russland -

Transsibirische

Eisenbahn

ein Dia-, Ton- Vortrag (DVD Video) von Jan Balster ab 4,99 Euro zur DVD / Download  
DVD Russland Transsibirische Eisenbahn Transsib
Teil 1: südlicher Baikal, Baikalbahn Teil 2: westlicher und nördlicher Baikal, Insel Olchon Teil 3: östlicher Baikal, Anreise
Russland - Fähre auf dem Baikal, Insel Olchon, Schiff, Meer Russland - Fähre zwischen Listwjanka und Port Baikal, Baikalsee, Angara, Sibirien Russland - kleiner Überlandbus (Marschrutka) Russland - Bahnhof von Irkutzk, Transsibirische Eisenbahn Russland - Elektritschnaja (Vorortszug) - Transsibirische Eisenbahn, Transsib, Zug, Lok Russland - Transsibirische Eisenbahn, Zug, Lok, Transsib, Sibirien, Asien
"Russland - entlang der Transsibirischen Eisenbahn (Transsib)" Wandkalender zum Kalender