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Buddhismus
in Südostasien
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Südostasien
teilte sich im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung in viele
kleine Fürstentümer auf. Nach und nach schlossen sie lockere Bündnisse
miteinander, woraus aus einigen wieder zentralregierte Reiche
entstanden.
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Das
Khmer Reich von Angkor entstand am unteren Flusslauf des Mekong, dem
heutigen Kambodscha. Im nördlichen Teil Südostasiens erstreckte
sich das Pagan Reich, dem heutigen Myanmar.
Der Nordosten, welcher bis zum 10. Jh. von China besetzt war, wurde von
den Einheimischen erobert und der Staat Dai Viet gegründet. Im 13. Jh.
zogen die Tai-Völker vom Norden in den Südwesten Südostasiens
und gründeten 1351 das Reich Ayutthaya. Zur selben Zeit wandern in
Zentralsüdostasien Lao-Stämme ein und errichten am Mekong das Königreich
Lan Sang, dem heutigen Laos.
Zu
Beginn des 19. Jahrhunderts begannen die Europäer Südostasien zu
kolonialisieren. Die Franzosen besetzten Laos, Kambodscha und Vietnam
und die Britten Myanmar. Allein Siam, dem früheren Ayutthaya und
heutigen Thailand, blieb dank ihrer geschickten Außenpolitik unabhängig.
Erst 1945 ziehen sich die Britten aus Myanmar zurück. Im Laos, in Kamboscha
und Vietnam kämpften die Einheimischen noch bis 1954 gegen die
Franzosen. Laos und Kamboscha wurden unabhängig. Vietnam spaltete sich
in das kommunistisch regierte Nordvietnam und in das von den USA unterstützte
Königreich Südvietnam. Erst 1976 nach Ende des Vietnamkrieges konnte
sich Vietnam
wiedervereinigen.
Bekenntnis
- Lehre - Gemeinschaft
| Wann |
Was |
| 3.
Jh. v. Chr. |
Auf
dem heutigen Gebiet von Myanmar lebte das Mon-Volk. Dessen
Kaufleute handelten mit Indien, von woher sie die Lehre Buddhas
mitbrachten. Durchsetzen konnte sich die Lehre allerdings erst im
6. Jahrhundert nach Christi. |
| 150
u. Z. |
Der
Mahayana Buddhismus verbreitete sich im südlichen China in der
Chiao-Chou Region, welche sich heute auf nordvietnamesischen
Staatsgebiet befindet. |
| 200 |
Indische
Mönche verbreiteten das Theravada im südvietnamesischen
Raum. |
| 6.
Jh. |
Das
Mon-Volk gründete das buddhistische Königreich Dvaravati (heute
Thailand) |
| um
1050 |
Das
Volk der Birmanen unter König Anawartha unterwarf das Man-Volk
und gründete das erste Großreich auf dem heutigen Gebiet von
Myanmar. König Anawartha wurde von einem Mon-Mönch zum
Theravada-Buddhismus bekehrt. So lies er verschiedene
Heiligtümer, unter anderem Rangun errichten. Erst seine
Nachfolger können den buddhistischen Glauben im Großreich
durchsetzen. |
| 1181 |
Im
Khmer Reich wurde Jayavarman VII, ein Anhänger des Mahayna-Buddhismus,
König. Sein Reich erstreckte sich auf dem Gebiet des heutigen
Kambodscha, Laos und Südvietnam. Als Herrscher förderte
er den Bau vieler buddhistischer Klöster, Tempel und Universitäten.
Diese verdrängten jedoch nicht wie erwartet, den im Reich
vorherrschenden Hinduismus und Ahnenkult. So ist die Tempelstadt
Angor Wat mitten im Reich nicht dem Buddhismus, sondern vor
allem hinduistischen Göttern gewidmet. |
| 1871 |
Der
erste Konzil der Neuzeit wurde in Mandalay auf dem heutigen Gebiet
vom Myanmar unter König Mindon, einem Anhänger des Theravada-Buddhismus,
abgehalten. Der König lies dafür 729 Marmortafeln mit Texten
des Pali-Kanons anfertigen. Die Hauptstadt wurde somit zum
geistigen Zentrum des Theravada-Buddhismus. Der letzte
Konzil fand von 1954 bis 1956 in Rangun, der heutigen Hauptstadt
Myanmars statt. |
| 1904 |
Im
Kloster Kyundaw (Myanmar) erhielt der Musiker Anton Walter Gueth
(1878-1957) als erster Deutscher die buddhistische
Ordensweihe. Vergeblich versuchte er 1909, in Europa ein buddhistisches
Kloster zu gründen. Schließlich baute er in Ceylon (Sry Lanka)
eine Mönchsgemeinschaft auf. Dort starb er 1957. |
| 1965 |
Die
„Schule der Jugend für soziale Dienste“ wurde unter
Mitwirkung des Zen-Mönches Thich Nhat Hanh (*1926) gegründet.
Dessen Mitglieder richteten nach dem Vietnamkrieg Krankenhäuser
und Schulen ein. |
| 1975
– 1979 |
In
Kambodscha übernahmen die Roten Khmer, Guerilla-Kämpfer, unter
Pol Pot (1928 - 1998) die Macht. Während dieser Herrschaft kamen
beinah zwei Millionen Menschen, darunter viele Buddhisten ums
Leben. |
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