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Buddhismus in der Mongolei und China
Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts konnte eine nachhaltige Wirkung beim Volk erzielt werden. Die alten Religionen der Mongolen wurden, zum Teil auch mit Brutalität, verdrängt. Mit gleichen Mitteln erweiterte auch der aus Tibet stammende Lamaismus unter seinem Oberhaupt des Dalai Lama seinen Einfluss. Der Titel Dalai Lama wurde seinerzeit vom südmongolischen Khan Altan gestiftet. Der jetzige Dalai Lama der „Gelbmützen“ gilt als vierzehnte menschliche Inkarnation des Bodhisttva Avalokiteshvara. Er verkörpert dem Glauben nach Mitgefühl, Liebe und Barmherzigkeit. Heute untersteht der mongolische Buddhismus wieder dem Tibetischen, obgleich einige Rituale, Gottheiten aus dem Hinduismus und mongolischen Schamanismus. Durch diese Einbindung erlangten die „Gelbmützen“ bei der Bevölkerung zu einem enormen Ansehen. Dies führte dazu, dass beinah jede Familie bestrebt war, ein Familienmitglied ins Kloster zu schicken. Damit konnte es auch für die anderen Angehörigen die Gebetsmühlen drehen. Im Gegenzug versorgten die Mönche diese dann mit Geld- und Lebensmitteln.
Ende der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde alle Kloster, bis auf das Gandan-Kloster, in der Mongolei geschlossen. Die meisten Mönche wurden nach Hause geschickt. Wer sich weigerte kam in ein Umerziehungslager nach Russland oder wurde umgebracht.
Seit 1997 gibt es wieder über 160 Kloster und die alten Traditionen des
Buddhismus in der Mongolei nehmen wieder ihren Lauf.
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Buddhismus in China:Als historisch nachgewiesen kann man sagen, das chinesische Reich entstand zu Zeiten der Könige von Shang. Sie regierten etwa ab dem 16. Jahrhundert vor Christi am Fluss Huang He. Über die folgenden Jahrhunderte zerfällt das Reich. Es wird erst 221 v. Chr. vom König des Teilstaates Qin wieder belebt. Dieser König bezeichnet sich als erster als „Kaiser von China.“ 206 v. Chr. wird einer seiner Nachfolger durch Rebellen getötet. Der Führer der Rebellen krönt sich zum neuen Kaiser und begründet somit das Han-Reich.
Ab dem 7. Jahrhundert regieren die Tang-Kaiser. Im 13. Jahrhundert eroberten die Mongolen von Norden her chinesische Gebiete. Kurz darauf krönte sich einer ihrer Anführer zum Kaiser. Doch bereits 1368 eroberten Chinesen ihre Gebiete zurück und vertrieben die Mongolen. Als Schutz vor Eindringlingen beginnt nun der Bau der Chinesischen Mauer. Den Mandschu gelingt es dennoch ins Reich einzudringen. 1644 begründen sie die Qing-Dynastie. 1683 erobern sie Taiwan, bald darauf große Landstriche der Mongolei.
1840 überfallen die Britten das chinesische Reich und zwingen sie mit Europa Handel zu treiben. Das Land gerät zunehmend in ausländische Kontrolle. Erst 1912 stürzt das chinesische Militär den als schwach empfundenen Kaiser. Bürgerkriege verwüsten das Land, bis 1928 der Nationalist Chiang Kai-Shek die Regentschaft übernimmt. 1949 verliert er den Kampf gegen die Volksfront unter Mao Zedong, der die Volksrepublik ausruft. Chiang zieht sich nach Taiwan zurück.
Wie
sich die nomadische Mongolei zu einem konsumorientierten Land verändert
hat, in dem westliche Lebensart mehr zählen als die alten Tugenden. Und
warum daran auch der Kult um Dschingis Khan nichts ändert...
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